Der Blick auf die Simulationen der Wettermodelle zeigt eines ganz deutlich - das Hochdrucksystem wandert im ersten Januar Drittel zunehmend nach Mitteleuropa und bestimmt mit mildem, teils trüben Wetter überwiegend das erste Januar Drittel. Zwar gibt es noch winterliche Optionen, die sind mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 30% als gering einzuschätzen. Die Simulationen zeigen sich zudem recht einheitlich, was die Wellenbewegung des Polarwirbels angeht - Mitteleuropa liegt erneut auf der warmen Seite der Welle, während östlich von Skandinavien die Kälte "abrutscht". Die Kontrollläufe haben noch etwas Spielraum, wobei hier der Wettertrend auch zum hochdruckdominierten Wetter geht - je nach Position des Hochdrucksystems kann das noch etwas kühlere, aber auch mildere Temperaturen zur Folge haben. Erst nach dem ersten Januar Drittel ergeben sich wieder Optionen auf eine Veränderung der Großwetterlage - Winterfans müssen sich wohl noch etwas gedulden. Auch das major warming (Anstieg der Temperatur von -75 auf um 0 Grad in 25 km Höhe innerhalb weniger Tage) über der Polarregion Anfang des kommenden Jahres wird sich frühestens nach dem ersten Januar Drittel in Mitteleuropa bemerkbar machen, dann aber möglicherweise mit einer gestörten Zirkulation. Das Langfristmodell sieht den Januar mit 1 bis 2,5 Grad zu warm gegenüber dem langjährigen Mittel - zudem wird das Wetter im Januar deutlich zu nass simuliert. Demnach geht das Langfristmodell nach der Hochdruckphase von einer erneuten Belebung des Westwindwetters aus. Das Wetter im Februar wird weiterhin normal simuliert.

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