Eine Wettervorhersage über das kommende Wochenende hinaus zu machen bleibt schwierig, dennoch sind die Komponenten klar strukturiert: kräftiges Tiefdruckzentrum auf dem Atlantik und einen sibirischen Hochdrucksystem, welches seinen Weg in Richtung Skandinavien fortsetzt. Der Faktor, der eine Wettervorhersage so schwer macht ist der, dass Deutschland zwischen beiden Systemen liegt. So simulieren heute das europäische und amerikanische Wettermodell zum kommenden Wochenende eine Grenzwetterlage von Nordwest nach Südost etwa entlang einer Linie Köln - Nürnberg verlaufend mit entsprechendem Dauerfrost zwischen -5/0 Grad, südlich davon bleibt es noch mild, am Sonntag aber auch hier weitestgehend Dauerfrost. Schnee fällt zu heutigen Stand lediglich am Samstag etwa südlich des Mains in Lagen oberhalb 500 Meter. Diese Wettervorhersage kann bereits heute Abend bereits wieder Makulatur sein, wenn sich die Grenze von mild zu kalt wieder verschiebt. Was aber zeigen die Wettermodelle grundsätzlich - eher Winterwetter oder mildes Westwindwetter? Auch diese Frage bleibt schwer zu beantworten, da die Zugrichtung des kräftigen Tiefdrucksystems auf dem Atlantik unterschiedlich simuliert wurde, bzw. wird. Am wahrscheinlichsten steht heute die Option zu nasskalten, kurzzeitigen Südwest- bis Westwindwetter (48%). Was zeigen die Kontrollläufe - gibt es hier einen Wettertrend? Ja, wenn man so will - 11 von 24 Simulationen zeigen Westwindwetteraktivität nach dem 26. Dezember. Und was macht der Polarwirbel? Der sieht weiterhin etwas "gedrückt" aus - Sein Schwerpunkt liegt am 24. Dezember weiterhin im östlichen Sibirien, hat aber zudem einen Teilschwerpunkt in Richtung europäisches Nordmeer zwischen Grönland und der Barentsee - von der Beringsee her schiebt sich weiterhin ein Hochdrucksystem Richtung Polmitte, was den Polarwirbel wohl weiterhin in seiner verschobenen Position belässt. Welche Auswirkungen hat das auf unser Wetter? Hierin liegt eine Begründung für die Unsicherheiten - die Wellenbewegungen werden stärker - Deutschland könnte auf der milden Vorderseite oder kalten Rückseite liegen - für heute ist es zumindest die warme Vorderseite. Heute Abend gibt es das zwischenzeitlich gewohnte Update dieser Wetterprognose.
Update
Der Wettertrend geht nach den weihnachtlichen Feiertragen immer mehr zu nasskaltem Wetter über. Das sibirische Hoch wird zunehmend schwächer und hat dem Anrennen der Tiefdrucksysteme aus dem Westen nichts mehr entgegenzusetzen. Was hat das zu Folge? Spielt sich dieses Szenario exakt so ab wie von den Wettermodellen simuliert, dann wird das in Deutschland bis zum Jahreswechsel wohl eine Westwindwetterlage zur Folge haben mit Temperaturen zwischen +1/+6 Grad und zeitweiligen Niederschlägen, welche auf der Rückseite eines Tiefdrucksystems durchaus auch mal als Schnee niedergehen können. Wie hoch liegt die Wahrscheinlichkeit für eine Westwindwetterlage nach Weihnachten? Diese kann man zum heutigen Stand - nach Durchsicht aller zur Verfügung stehenden Wettermodelle - auf rund 60% gesetzt werden.

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