Im Verlauf der kommenden Woche setzt sich mehr und mehr die Sonne durch und die Schauerneigung lässt deutlich nach. Dementsprechend können mit Winddrehung auf südliche Richtungen die Temperaturen auf +20/+25 Grad, örtlich bis +26/+29 Grad örtlich durchaus auf sommerliche Werte ansteigen (s. Wetter Juni 2016).

Ist das der Durchbruch für sommerliche Wetterverhältnisse von denen wir seit Tagen mit dem Aufbau von hohen Luftdruck berichten? Der Temperaturtrend hat vom 21./25. Juni eine klar strukturierte Richtung zu sommerlichen Verhältnissen, schaut man sich die Simulationen der Wettermodelle an, so ist dieser Trend aber noch mit einer gewissen Skepsis zu betrachten. Warum? Der Warmluftschub kommt auf der östlichen Gradientenseite eines "Hochdruckrückens" zustande. Der Achsverlauf des Hochdrucksystems verläuft von der westlichen Mittelmeerregion über Italien bis über das östliche Europa. Gleichzeitig liegt das Azorenhoch westlich von den Azoren, so dass zwischen England und dem Atlantik zwischen Portugal und den Azoren relativ kühle Luftmassen nach Süden geführt werden können. Deutschland, Österreich und die Schweiz gelangen jedoch auf die warme, bis teils heiße Vorderseite, so dass von Mittwoch an durchaus verbreitet sommerliche Temperaturen jenseits der +25 Grad Marke zu erwarten wären. Verschiebt sich das System nur um ein paar wenige hundert Kilometer nach Osten, so gelangt Deutschland in den Einflussbereich der wechselhaften und weniger warmen Tiefdruckausläufer.

Das amerikanische Wettermodell simuliert im Zeitraum vom 24./28. Juni einen Fortbestand der durchaus sommerlichen Hochdruckwetterlage, wenngleich eingelagerte Störungen in Form von Schauern und Gewittern nicht auszuschließen sind. Erst im Zeitraum zwischen dem 28./30. Juni könnte der Einfluss der atlantischen Frontalzone mit wechselhaften Wetter und zurückgehenden Temperaturen wieder größer werden.

Das europäische Wettermodell berechnet den "Hochdruckrücken" in ähnlicher Art und Weise, so dass es von Mittwoch bis zum Wochenende sommerlich warm werden kann, bevor auch nach diesen Berechnungen im weiteren Verlauf bis zum 27. Juni der Wettercharakter wieder mehr von der atlantischen Frontalzone mit unbeständigen Wetter und zurückgehenden Temperaturen beeinflusst werden könnte.

Zusammenfassend bestätigt sich heute noch einmal deutlich der Aufbau von hohem Luftdruck im letzten Juni-Drittel über Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Kontrollläufe stützen diese Variante ja bereits seit Tagen mehrheitlich. So liegt das Temperaturspektrum am 25. Juni zwischen +18/+32 Grad (Mittelwert: +26/+27 Grad über dem Süden und Osten und +23/+24 Grad über dem Westen und Norden) und am 30. Juni zwischen +17/+29 Grad (Mittelwert: +22/+23 Grad).

Das Langfristmodell berechnet in seiner heutigen Wettervorhersage für den Juli und August weiterhin kaum Abweichungen gegenüber dem langjährigen Mittelwert. Lediglich im Niederschlagstrend zeigt sich eine gewisse Wahrscheinlichkeit für etwas zu trocknes Wetter.

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