Das Zirkulationsmuster im letzten Mai-Drittel ist mit hoher Wahrscheinlichkeit klar strukturiert und weist mit einer hohen Wellenbewegung entlang der Polarfront ein gemäßigt gestörtes Zirkulationsmuster auf. In Folge daraus gelangt Deutschland im Zeitraum zwischen dem 20./25. Mai - vereinfacht ausgedrückt - wohl auf die warme Vorderseitenfront der Welle, so dass sommerliche Temperaturen zum heutigen Stand nicht ausgeschlossen sind. Da das Tiefdrucksystem bei England von einem Hochdrucksystem über Skandinavien blockiert wird, bleibt dies auf dem Atlantik präsent, so dass dieses Zirkulationsmuster auch bis Ende Mai erhalten bleiben kann. Sehr häufig kippt diese Wetterlage früher oder später in eine Südwestwetterlage, bei der das Azorenhoch mit dem Skandinavienhoch ein Hochdruckbrücke über Mitteleuropa ausbilden kann. Die Wettermodelle simulieren diese Wetterlage mehrheitlich, wobei sich ein weitgehend positiver Temperaturtrend im letzten Mai-Drittel abzeichnet, wenngleich die Niederschlagswahrscheinlichkeit mit feucht-warmen Luftmassen aus südlichen Richtungen im gesamten letzten Mai-Drittel hoch bleibt. Rein statistisch betrachtet setzt sich Anfang Juni sehr häufig ein Hochdrucksystem über Mitteleuropa durch, welches zum Beginn des zweiten Juni-Drittels von kalten Luftmassen aus dem Norden (Schafkälte) abgelöst werden können. Das Langfristmodell simuliert die Sommermonate Juni, Juli und August durchweg mit normalen bis leicht zu kühlen Temperaturen gegenüber dem langjährigen Temperaturmittel. Im Niederschlagsverhalten zeigt sich der Juli als zu trocken, sonst ist mit einem normalen Niederschlagsverhalten zu rechnen. Geht es nach dem Langfristmodell des Deutschen Wetterdienstes, so wird der Sommer mit einer Wahrscheinlichkeit von 20 Prozent zu kalt, 41 Prozent normal und 39 Prozent zu warm berechnet. Demnach fällt der Sommer mit einer höheren Wahrscheinlichkeit normal bis leicht zu warm aus.

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