Der Blick auf die sich nun einstellende Großwetterlage zeigt eines recht deutlich - die "gestörte Zirkulation" hält weiterhin an. Die Hochdruckbrücke auf dem Atlantik zwischen dem Azoren- und Skandinavienhoch hält zunächst einmal alle Tiefdrucksysteme vom Atlantik her kommend von Deutschland fern (Westwetter). Stattdessen bildet sich im gradientenschwachen Luftdruckgebilde ein Tiefdrucksystem über dem westlichen Europa (Spanien, Portugal), welches mehr oder minder zwischen dem 9./12. Juni die "klassische" Vb-Zugbahn einschlagen könnte. Das wäre für die ohnehin schon "geplagten" Hochwasserregionen keine sonderlich gute Wetterentwicklung. Neuerlicher Starkregen und etwas kühlere Temperaturen (+16/+23 Grad) wären die Folge daraus. Sowohl das amerikanische, als auch das europäische Wettermodell sehen diese niederschlagsreiche Wetterentwicklung, so dass die Wahrscheinlichkeit hierfür deutlich zugenommen hat (48%) und auch die Kontrollläufe stützen die wechselhafte Phase zwischen dem 9./12. Juni mehrheitlich. Dabei wird diese Tiefdruckentwicklung nicht so stark simuliert wie vom vergangenen Wochenende, so dass sich im weiteren Verlauf rasch wieder Hochdruck über Mitteleuropa einstellen könnte. Von der richtigen Schafskälte ist weiterhin nichts zu erkennen. Erst im Verlauf des zweiten Juni-Drittels zeigen die Wettermodelle vermehrte Ansätze zu einer Rückkehr "normalen Zirkulation", was zunehmend wechselhafteres Wetter zu Folge haben kann - aber eben auch die Chance einer warmen Südwestwetterlage mit einem Hochdruckrücken über Deutschland ermöglicht.

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