Zum Wetter am Vatertag 2017 bestätigt sich auch heute Nachmittag in der Simulation des amerikanischen Wettermodells ein unbeständiger Wettercharakter im Zeitraum vom 25. bis 28. Mai 2017. Der Grund hierfür ist ein Tiefdrucksystem, welches den Sprung weiter nach Osten schafft und "ausgerechnet" an Christi Himmelfahrt über Deutschland liegen kann. Die Temperaturen sind aber - zum heutigen Stand - mit +17 bis +22 Grad durchaus als angenehm zu bewerten, jedoch gibt es auch noch andere Varianten der Wettermodelle, welche auch für kühleres Wetter sorgen könnten (mehr dazu in der Wetterprognose zum Sommer 2017).

Wie sind die Wetteraussichten für Anfang Juni und damit für Pfingsten 2017?

Das Zirkulationsmuster stellt sich derzeit von Frühling auf den Sommer um und es scheint fast so, als ob die meridionalen Großwetterlagen, welche seit Ostern gehäuft und seit Oktober letzten Jahres weitgehend dominierend für das Wetter über Deutschland waren, nun so langsam an Einfluss verlieren. Ein Grund hierfür könnte der Polarwirbel sein, welcher nun nur noch schwach über dem Sibirien seine wohl letzte "Ruhestätte" gefunden hat. Auffällig dabei ist die Hochdruckausbildung zwischen Alaska, Kanada und Grönland mit Achsenausbildung in Richtung der Azoren. So ganz vom "Tisch" sind die meridionalen Großwetterlegen also nicht (Nord-Süd, Süd-Nord).

Was hat das für Auswirkungen auf das Pfingstwetter rund um die Pfingstfeiertage und auch zu den Pfingstferien in einigen Bundesländern? Bedingt durch den Kaltluftwirbel über Sibirien, welcher sich in Teilen über die Karasee bis über die Barentssee ausdehnen kann, besteht die "Gefahr" von Rückseitigen Kaltluftausbrüchen über Skandinavien bis nach Deutschland, Österreich und der Schweiz. Als Wettersingularität käme hier die Schafskälte zum Tragen, welche die Temperaturen Anfang Juni oftmals noch bis auf +15 Grad und seltener darunter absinken lassen kann. Wie wahrscheinlich aber wäre eine solch kühle Wetterlage rund um Pfingsten? Das amerikanische Wettermodell berechnet auf dem Atlantik kurz vor dem Pfingstsonntag eine Hochdruckbrücke von Grönland bis über den Bereich westlich der Azoren. Auf der östlichen Seite kommt es über Mitteleuropa zu einer erhöhten Tiefdruckaktivität, welche sich im Bereich zwischen der westlichen Mittelmeerregion, Deutschland und Skandinavien behaupten könnte. Ob warm oder kalt hängt in diesem Fall davon ab, wo sich die Wettersysteme im Detail positionieren können. Zum heutigen Stand würde Deutschland zu Pfingsten noch auf der warmen Vorderseitenanströmung der Tiefdrucksysteme liegen können, was einen sommerlichen Temperaturcharakter Anfang Juni durchaus möglich macht. Da die Luftmassen aber entsprechend feucht sind, ist demnach und zum heutigen Stand von einem eher unbeständigen und zu Schauern und Gewittern neigenden Pfingstwetter auszugehen.

Fällt Pfingsten 2017 sowie auf dem Bild vom Pfingstwetter 2016 ins Wasser?
Fällt Pfingsten 2017 sowie auf dem Bild vom Pfingstwetter 2016 ins Wasser?

Über dem Süden und Osten könnte das Pfingstwetter wärmer ausfallen

Würde man aus der oben geschilderten Wetterentwicklung eine Großwetterlage ableiten wollen, so wäre diese für Deutschland südwestlich ausgeprägt, was über dem Westen und Norden generell eine höhere Niederschlagswahrscheinlichkeit bei etwas kühleren Temperaturen, als über dem Süden und Osten zur Folge haben könnte. Das lässt sich auch ganz gut aus den Kontrollläufen ableiten, welche die Temperaturtendenz über dem Süden und Osten über Pfingsten höher als über dem Norden und Osten bewerten. So liegt das Temperaturspektrum meist um den für die Jahreszeit typischen Wert und über dem Süden und Osten mit einer Abweichung von 1 bis 3 Grad auch darüber. Welche Temperaturen könnte das zur Folge haben? Direkt aus der Simulation wird ein Mittelwert im Bereich zwischen +19 bis +20 Grad berechnet. Das spricht zum heutigen Stand nicht gerade für einen sommerlichen Wettercharakter an Pfingsten, muss ja aber auch nicht unbedingt so sein, normal ist auch gut.

Apropos "normal". Dass der Zeitraum darüber hinaus in den Pfingstferien auch von "normalem" Sommerwetter beeinflusst werden könnte, berechnet das Langfristmodell schon seit längerer Zeit. In seiner heutigen Wetterprognose simuliert das Langfristmodell eine Abweichung der Temperaturen gegenüber dem langjährigen Mittelwert von -0,5 bis +0,5 Grad mit der Tendenz leicht zu warm auszufallen. Im Niederschlagsverhalten gibt es keine großartigen Auffälligkeiten gegenüber dem langjährigen Mittelwert. Alles normal also? Man wird sehen! In den kommenden Tagen erfolgen an dieser Stelle in zunehmend regelmäßigen Abständen Aktualisierungen zum Wetter an Pfingsten 2017.

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