Das Tiefdrucksystem auf dem Atlantik erreicht Deutschland in den ersten April-Tagen und sorgt mit einem unbeständigen Wettercharakter für einen Temperaturrückgang. Gegenüber dem langjährigen Mittelwert werden die Temperaturen im Verlauf der kommenden Woche etwa um +5/+7 Grad zu warm simuliert und sinken bis zum 3. April auf Jahreszeit typisch Werte ab. Aus Temperaturen von +15/+20 Grad können schnell Werte von +7/+12 Grad werden. Ein Kaltlufteinbruch mit Schnee- und Graupelschauer bis in tiefere Lagen ist aber nicht in Sicht.

Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik bleibt hoch

In Form eines Kaltluftvorstoßes zwischen dem östlichen Kanada und Neufundland wird die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik "angeheizt", was über Deutschland, Österreich und der Schweiz im ersten April-Drittel zu unterschiedlichen Entwicklungen der Großwetterlage führen kann. Zwei Varianten stechen dabei besonders hervor. Zum einen eine milde Südwestwetterlage mit einer höheren Niederschlagsneigung über dem Nordwesten als über dem Südosten und zum anderen eine mäßig milde Westwetterlage, bei der in raschen Abständen Tiefdruckausläufer Deutschland von West nach Ost überqueren und für einen unbeständigen und teils windigen Wettercharakter sorgen können. Solche Varianten waren heute mehrfach in den Simulationen der Wettermodelle vertreten.

Wetter Ostern: Kommt Hoch, kommt Tief und umgekehrt

Sollte sich im ersten April-Drittel eine Südwestwetterlage aufbauen können, so steigt die "Gefahr", dass im zweiten April-Drittel - und damit passend zu den Osterferien, bzw. Ostern - ein Wechsel der Wetterlage bevorsteht - häufig folgt nach einer Südwestwetterlage ein westlich orientiertes Strömungsmuster. Umgekehrt aber das gleiche Spiel. Sollte sich eine Westwetterlage im ersten April-Drittel durchsetzen können, so steigen die Wahrscheinlichkeiten auf ein hochdruckdominiertes Wetter im zweiten April-Drittel an.

Auch solches Wetter gab es an Ostern schon einmal - 2016


Chancen auf ein Frühlingshoch stehen zu Ostern nicht schlecht

Sollten sich die Berechnungen des Langfristmodells für das Wetter im April tatsächlich bewahrheiten können, so stünde nach einem wechselhaften ersten April-Drittel ein durchaus zu warmer und auch zu trockener April bevor. So wird die Abweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert mit +1/+2 Grad deutlich zu warm simuliert. In der Niederschlagserwartung zeigt sich indes eine deutlich zu trockene Tendenz im April. Der Blick auf Europa zeigt, dass in den heutigen Berechnungen von England über Frankreich, Deutschland über das östliche Europa bis zur Ukraine ein deutlich zu trockener April simuliert wird. Das kann durchaus als Indiz für ein länger andauerndes Hochdrucksystem Mitteleuropa bewertet werden, da Deutschland im Kern mit dem wenigsten Niederschlag berechnet wird.

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