Die Unsicherheiten der letzten Tage für die Wetterentwicklung im zweiten, bzw. auch zu Beginn des letzten März-Drittels bleibt auch in den heutigen Simulationen unsicher. So simulieren beide Wettermodelle nach dem 15. März zwei unterschiedliche Varianten, welche zum einen frühlingshaft milde und zum anderen nasskalte Temperaturen zur Folge haben könnte (Details s. Wetter Frühling).

Ob die Ostereier an Ostern 2016 im Schnee oder ob die Schokoladeneier vor den warmen Temperaturen geschützt werden müssen, bleibt somit noch zu klären. Der Hintergrund für die unsichere Wetterentwicklung ist ein nach Norden verschobenes Azorenhoch, welches sich im Bereich zwischen England, Island, Grönland Skandinavien, sowie Spanien und Frankreich ausweiten kann. Im Detail wird es - wie in den letzten Tagen auch - darauf ankommen, wie sich das Hochdrucksystem positionieren wird.

Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so wird zum Beginn des letzten März-Drittels eine Hochdruckblockade auf dem Atlantik berechnet, welches die atlantische Frontalzone mit ihren Tiefdrucksystemen daran hindert, sich bis über Mitteleuropa durchzusetzen. Im gleichen Zuge "tropft" auf den östlichen Hochdruckgradienten ein Tiefdrucksystem ab und initialisiert damit ein Trogprozess, was zu den nasskalten Temperaturen mit Schneeoptionen ab den mittleren Lagen führen kann.

Anders hingegen das amerikanische Wettermodell, welches das Hochdrucksystem weiter über dem Südosten positioniert und somit den Weg für die atlantische Frontalzone mit unbeständigen aber weitgehend milden Wettercharakter frei macht. Neben diesen beiden Varianten gibt es noch zwei weitere, welche bereits gestern ausführlicher besprochen wurden.

Auf die Frage hin, welche Wetterentwicklung vor Ostern bis zum 24. März (Gründonnerstag) wahrscheinlicher ist, so zeigt sich in den Verhältnissen der Kontrollläufe von zu kalt (<+2) / normal (+3/+8) / zu warm (>+9) mit 20/50/30 weiterhin eine Tendenz zu Jahreszeit-typischen Temperaturen. Weiterhin festigt sich so langsam ein Trend, welcher von Norden her kurz vor Ostern Kaltluft aus nördlichen Richtungen nach Süden (europ. Nordmeer, Skandinavien) ausströmen lässt. In Folge daraus wäre das ein Indiz für eine erhöhte Wetteraktivität, da kalte und warme Luftmassen im Bereich zwischen Island und Nord-/Ostsee aufeinander treffen können. Zusammenfassend ist eine nachhaltige und frühlingshafte Wetterperiode bis zum 24. März in den aktuellen Simulationen nicht zu erkennen. Stattdessen nimmt nach einer Hochdruckperiode bis zum 20. März die Niederschlagsneigung nach den Kontrollläufen bis zum 24. März zu, bei der die Niederschlagswahrscheinlichkeit über dem Westen, Süden und Norden höher eingestuft wird, als über den östlichen Landesteilen. Das Temperaturniveau bleibt dabei Jahreszeiten-typisch.

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