Die erste Hitzewelle? Ungewöhnliche Hitze-Entwicklung Anfang Mai

  • P. Stratmann
Die erste Hitzewelle im Mai?
Die erste Hitzewelle im Mai?

Die Großwetterlage stellt sich in den kommenden Tagen um und es ist wieder vermehrt mit Regenfällen zu rechnen, doch was sich auf dem Atlantik zusammenbraut, könnte über Mitteleuropa die Temperaturen in der ersten Mai-Dekade auf ungewöhnliche Werte anstiegen lassen.

Momentan ist vieles noch hypothetischer Natur, doch das Strömungsmuster kann sich Anfang Mai nicht zonalisieren und kippt mit einer hohen Wahrscheinlichkeit wieder zurück in eine meridionale Grundströmung.

Sommerlich warm

Doch im Unterschied zu den teils warmen April-Tagen positioniert sich Anfang Mai ein Tiefdruckzentrum auf dem Atlantik und kommt nicht sonderlich weit nach Osten voran. Im Gegenteil - die Prognose-Modelle berechnen aktuell eine Tendenz zum Abtropfen über dem Atlantik in Richtung der Azoren. Damit wird das meridionale Strömungsmuster initialisiert und aus südlichen Richtungen gelangen sehr warme Luftmassen aus Afrika nach Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Die Temperaturen können bis zum 4. Mai auf Werte von +23 bis +27 Grad und örtlich bis +29 Grad ansteigen. Bis zum 5. Mai werden sogar Spitzenwerte von örtlich bis zu +30 Grad berechnet. Damit befänden sich die Temperaturen nicht nur im sommerlichen, sondern schon im hochsommerlichen Bereich.

Wachstumswetter

Da der der Warmluftschub aus südlichen Richtungen erfolgt, sind Regengebiete mit enthalten, die fast täglich für örtlich kräftige Schauer und Gewitter sorgen können. Der Niederschlag kann in Kombination mit den warmen Temperaturen für sog. Wachstumswetter sorgen. In vielfacher Hinsicht wäre das ein außergewöhnlicher Start in den Mai, da zumal unwetterartige Wetterereignisse nicht auszuschließen wären. Zwar werden die +30 Grad im Mai schon erreicht, bzw. überschritten, doch ist das zumeist erst Ende Mai der Fall, wenn die Jahreszeit dem Sommer zuneigt.

Man darf also gespannt sein, ob sich die Wetterprognosen der Vorhersage-Modelle in den kommenden Tagen mit den ungewöhnlichen Temperaturwerten bestätigen werden.

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Das Wetter-Jahr 2021 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2021 +0,6 +1,1 -0,3 78 l/m² - zu nass
Februar 2021 +1,8 +1,4 +0,3 48 l/m² - leicht zu trocken
März 2021 +4,8 +1,3 +0,2 46 l/m² - zu trocken
April 2021 +6,1 -1,3 -2,9 33 l/m² - zu trocken
Mai 2021 +10,4 -1,4 -2,4 96 l/m² - zu nass
Juni 2021 +18,6 +3,6 +2,6 94 l/m² - etwas zu nass
Juli 2021 +18,4 +1,4 +0,0 103 l/m² - zu nass
August 2021 +16,5 -0,06 -1,4 102 l/m² - zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,0 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +0,8 79 l/m² - zu nass
November 2020 +6,0 +2,0 +1,1 18,7 l/m² - zu trocken
Dezember 2020 +3,0 +2,2 +1,2 57 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2021 +9,79 +0,75 -0,48 610 l/m² - zu nass
Temperaturabweichung Deutschland 24 Monate - Klimadiagramm

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