Wetter September 2014 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter im September 2014 - Wettertrend vom 25. August

  • M. Hoffmann
Die Simulationen der Wettermodelle bleiben auch heute noch für Ende August differenziert. So ändert sich nach der Simulation des amerikanischen Wettermodells kaum etwas: wechselhafter Grundcharakter bei kühlen bis mäßig warmen Temperaturen von +18/+24 Grad. Nach dem europäischen Wettermodell sieht es nicht viel anders aus - etwas wenig wechselhafterer Grundcharakter und unter Umständen wären im Südosten auch bis +25 Grad möglich, sonst bleibt es bei eher mäßig warmen Aussichten. Der Grund hierfür ist ein Hochdrucksystem zwischen Island und Skandinavien, welches sich im Verlauf der Woche entwickeln wird. Dabei können bei entsprechender Stärke des Hochdrucksystems die Tiefdrucksysteme von Westen her blockiert werden. Das ist aber in den heutigen Simulationen nicht der Fall, so dass das Hoch auf seiner südwestlichen Seite "unterwandert" wird - insofern bleibt der wechselhafte Grundcharakter über Deutschland bei kühlen bis mäßig warmen Temperaturen wohl erhalten. Darüber hinaus simuliert das amerikanische Wettermodell für Anfang September ein immer stärker werdendes Skandinavienhoch, welches bis zum 5. September über England eine Hochdruckverbindung zum Azorenhoch aufbauen kann. Sollte das gelingen, so kommen die Luftmassen aus östlichen bis nordöstlichen Richtungen, was den Grundcharakter etwas trockener und wärmer machen sollte. Das europäische Wettermodell belässt das Hoch nicht über Skandinavien und positioniert es bis zum 4. September über dem östlichen Europa, so dass auf der Westseite des Hochs mit einer südwestlichen Strömung warme Luftmassen nach Deutschland geführt werden können und Deutschland sich weitgehend im Einflussbereich des Hochdrucksystems befindet. Sollte diese Variante sich durchsetzen, so wäre in den ersten September-Tagen eine überwiegend trockene und mäßig warme bis warme Wetterphase möglich. In Summe zeigen aber beide Wettermodelle einen mehr oder minder starken Hochdruckeinfluss Anfang September über Deutschland bei einer leicht ansteigenden Temperaturtendenz. Die Kontrollläufe bestätigen diesen Trend mehrheitlich, so dass zum Beginn die Niederschlagswahrscheinlichkeit z.T. noch hoch ist, bis zum 5. September aber deutlich nachlässt. Das Temperaturspektrum erstreckt sich am 1. September von +13/+25 Grad (Mittelwert: Süden und Osten +20 Grad, Norden und Westen +19 Grad) und am 5. September zwischen +12/+25 Grad (Mittelwert: Süden und Osten +19 Grad, Norden und Westen +18 Grad).

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Wetter im September 2014 - Witterungstrend vom 24. August

  • M. Hoffmann
Bereits für Ende August simulieren die Wettermodelle eine nachlassende Dynamik der atlantischen Frontalzone, da über Mitteleuropa die Ausbildung eines Hochdruckkeils simuliert wird. Das war in den vergangenen Tagen bisweilen nur eine theoretische Lösungsvariante, welche nun aber allmählich Gestalt annimmt. Im Detail kommt es darauf an, auf welcher Seite des Hochdruckkeils Deutschland liegt. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so ist der Keil recht schwach ausgeprägt und Deutschland liegt auf dessen westlichen Seite - wechselhaftes (Schauer und Gewitter) und warmes Wetter wäre demnach für die ersten September-Tage zu erwarten. Nach dem amerikanischen Wettermodell bildet sich aus dem Keil ein autarkes Hochdrucksystem über Skandinavien aus, welches sich im Verbund mit einer Hochdruckbrücke Mittelmeerhoch rasch zu der seit langem erwartenden stabile Hochdruckwetterlage entwickeln könnte. Zum Teil gehen die Simulationen so weit, als dass das Hoch eine omegaähnliche Struktur annehmen kann. Sollte das der Fall sein, so wird das erste September-Drittel wohl weitgehend von Hochdruckwetter dominiert, bei der durchaus spätsommerliche Temperaturen (+20/+25 Grad) zu erwarten sind. Eine dritte Variante besteht aus einem Hochdrucksystem über den Azoren und einem über Skandinavien mit einer entsprechenden Lücke zwischen beiden Systemen, in welche Tiefdrucksysteme nacheinander bis über Deutschland vordringen können. Wechselhaftes und kühles Wetter wäre demnach zu erwarten. Die Kontrollläufe sind differenziert, favorisieren aber in ihrem Mittelwert eine normalisierende Tendenz, so dass der Mittelwert des Temperaturspektrums bspw. am 2. September bei +20 Grad liegt. Die Niederschlagserwartung ist nach den Kontrollläufen aber - sowohl für letzte August-Tage, als auch die ersten September-Tage - relativ niedrig, was zum heutigen Stand für eine etwas höhere Wahrscheinlichkeit der Hochdruckvariante spricht.

Wetter im September 2014 - Witterungstrend vom 21. August

  • M. Hoffmann
Der Witterungstrend der letzten Tage hat im Wesentlichen auch heute noch Bestand. Aufgrund der differenzierten Simulationen der Wettermodelle für Ende August, ergeben sich für die ersten September-Tage drei mögliche Wettervarianten. Das amerikanische Wettermodell bleibt bei seiner Simulation einer nördlich verlaufenden Tiefdruckrinne bis über das östliche Europa. In Folge daraus ergibt sich über Deutschland eine weitgehend westlich orientierte Grundströmung, bei der in rascher Abfolge Tiefdrucksysteme von West nach Ost ziehen können. Vorderseitig werden dabei relativ warme Luftmassen nach Deutschland geführt und nachfolgend kommt die etwas kühlere Rückseite. Anders ausgedrückt ist nach dem amerikanischen Wettermodell keine sommerlich ausgeprägte Hochdruckwetterlage zu erkennen, was sich sicherlich auch noch auf die ersten September-Tage auswirken kann. Das europäische Wettermodell lässt die Tiefdruckrinne erst gar nicht so recht in Schwung kommen und simuliert zum Ende August hin ein abtropfendes Tiefdrucksystem vor Mitteleuropa auf dessen östlichen Seite ein Hochdrucksystem Mitteleuropa ausbilden kann. Sollte sich diese Variante durchsetzen können, so wäre in den ersten September-Tagen durchaus so etwas wie "Sommer" möglich. Ein dritte Variante entspricht einer theoretischen Natur, welche ab und an auch in den Simulationen der Wettermodelle aufgezeigt wird. Im Wesentlichen besteht diese Variante aus einem steil aufgerichteten Hochdruckkeil zwischen dem Mittelmeer und dem Nordmeer, wobei je nach Position der Hochdruckachse kühles/mäßig warmes oder heiße Temperaturen über Deutschland zu erwarten wären. Die Kontrollläufe zeigen mehrheitlich einen normalen bis leicht positiven Temperaturtrend für Anfang September. So liegt der Mittelwert des Temperaturspektrums zwischen +19/+23 Grad. Das Langfristmodell sieht in seiner Wetterprognose für September keine wesentlichen Abweichung gegenüber den langjährigen Mittelwerten von Niederschlag und Temperatur. Das Langfristmodell des Deutschen Wetterdienstes zeigt den Verlauf des Herbstes (September bis November) mit einer Wahrscheinlichkeit von 20 Prozent zu kalt, 35 Prozent normal und 45 Prozent zu warm.

Wetter im September 2014 - Witterungstrend vom 17. August

  • M. Hoffmann
Die Großwetterlage hat ihr Zirkulationsmuster gefunden und bleibt - wie nahezu den gesamten Sommer über - überwiegend meridional geprägt. Mit einer leicht höheren Wahrscheinlichkeit wird sich daran bis Ende August auch nichts mehr ändern. Zwar gibt es Varianten, die ein Hochdrucksystem über Mitteleuropa stützen, allerdings rauschen von Westen her immer wieder von neuen Tiefdrucksysteme heran, so dass die atlantische Frontalzone sich bis über Skandinavien wohl behaupten wird können. Für die ersten September-Tage ist die Wahrscheinlichkeit zum heutigen Stand für wechselhaftes Wetter leicht erhöht, wobei die Temperaturen durchaus im sommerlichen Bereich liegen können. Warum? Die "Welle" entlang der Polarfront erstreckt sich in den meisten Simulationen zwischen dem östlichen Kanada, Neufundland, Island, England und Skandinavien und kann als ausgeprägt bezeichnet werden. Je nachdem wie der Gradient entlang dieser Welle verlaufen wird, kann Deutschland auf der warmen Vorderseite, mäßig warmen Übergangsphase oder auch kühlen Rückseite liegen - zum heutigen Stand ist es wohl eher die warme Vorderseite. Die Kontrollläufe bestätigen diesen leicht positiven Temperaturtrend, bei der das Temperaturspektrum bspw. am 1. September zwischen +14/+27 Grad liegen kann (Mittelwert zwischen +19/+23 Grad).

Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2019 +18,9 +2,0 +0,9 55 l/m² - zu trocken
August 2019 +19,09 +2,53 +1,53 65 l/m² - zu trocken
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +8,81 +2,45 +1,71 367 l/m² - zu trocken

Wetterfakten September

Statistische Wetterwerte für September

  • Anfang September häufig wechselhaftes, teils auch kühles Wetter
  • Vom 3. bis zum 10. September mit 74% Wahrscheinlichkeit schönes Spätsommerwetter
  • Erste Nachtfröste ab Mitte September möglich
  • Altweibersommer häufig vom 22. bis 29. September (Wahrscheinlichkeit 86 Prozent)
  • Sehr häufig hoher Luftdruck Mitte September
  • Tageslänge liegt zum Septemberbeginn bei 13 Stunden und 49 Minuten und Ende September 11 Stunden und 42 Minuten
  • Tag und Nachtgleiche ist am 22. September

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