Wetterbericht: Wechselhaftes, mildes und windiges Wetter

| M. Hoffmann
Vorerst keine Schnee und kein Winter in Sicht

Mit Rekordtemperaturen geht es im neuen Jahr gleich weiter, bevor die atlantische Frontalzone mit Sturmtiefausläufern für Abwechselung sorgen kann.

Nördlich der Linie vom Saarland und Sachsen zeigt sich der Himmel am Neujahrstag verbreitet stark bewölkt und über den Küsten von Nord- und Ostsee kann der eine oder andere Regentropfen niedergehen. Sonst bleibt es trocken und weiter nach Süden auch sonnig. Der Wind frischt über der Nordhälfte böig auf und kann über den Küsten für stürmische Windböen sorgen. Die Temperaturen bleiben mit +12 bis +16 Grad und über dem Süden bis +20 Grad auf Rekordniveau.

Ein Regenband über Deutschland

In der Nacht auf den 2. Januar (Mo.) setzt über dem Norden Niederschlag ein, der sich am Tage - unter Auflösungserscheinung - nach Süden verlagert und zum Abend gerade noch so die Alpen erreicht. Ist das Regenband durch, lockert die Bewölkung auf, was nördlich einer Linie vom Saarland und Berlin für einen verbreitet sonnigen Tag sorgen kann. Der Wind kommt schwach bis mäßig aus westlichen Richtungen. Die Temperaturen gehen erreichen mit +10 bis +14 Grad und örtlich bis +16 Grad weiterhin für die Jahreszeit ungewöhnlich hohe Werte und gehen zum Abend über dem Norden und Nordwesten auf bis +8 Grad zurück.

Sonniges und ruhiges Wetter

Am 3. Januar (Di.) kommt bei wechselnder Bewölkung häufiger die Sonne zum Vorschein. Südlich der Donau kann sich starke Bewölkung behaupten und der eine oder andere Regentropfen kann beim Niedergang beobachtet werden. Der Wind kommt schwach aus südwestlichen Richtungen und die Temperaturen pendeln sich auf +5 bis +10 Grad ein.

Stürmisches und regnerisches Wetter

Ein Sturmtief zieht am 4. Januar (Mi.) über dem Norden von Deutschland hinweg und dehnt sich bis zum Abend über die Alpen aus. Verbreitet ist mit stürmischen Windböen zu rechnen und direkt an den Küsten und den exponierten Lagen sind schwere Sturmböen nicht auszuschließen. Dazu gibt es kräftigen Regen. Die Temperaturen erreichen +6 bis +12 Grad.

Unbeständiges und windiges Wetter

Am 5. und 6. Januar (Do. und Fr.) ziehen zwei kleinere Randstörungen über Deutschland hinweg. Der Wind bleibt ruppig und über dem Norden auch stürmisch. Sonnige Momente sind möglich, meist jedoch von kurzer Dauer. Zwischendurch sind immer wieder Schauer zu erwarten, die am Freitag über der Nordhälfte kräftiger und länger andauernd ausfallen können. Die Temperaturen bleiben mit +8 bis +12 Grad auf einem für die Jahreszeit zu hohen Niveau.

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Das Wetter-Jahr 2022 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2022 +2,8 +3,3 +1,9 55,3 l/m² - etwas zu trocken
Februar 2022 +4,5 +4,1 +3,0 84 l/m² - zu nass
März 2022 +5,1 +1,6 +0,5 14,4 l/m² - extrem zu trocken
April 2022 +7,8 +0,4 -1,2 55 l/m² - leicht zu trocken
Mai 2022 +14,4 +2,3 +1,3 46 l/m² - erheblich zu trocken
Juni 2022 +18,3 +2,96 +1,96 58 l/m² - extrem trocken
Juli 2022 +19,1 +2,2 +0,8 37,1 l/m² - extrem trocken
August 2022 +20,22 +3,7 +2,3 48,5 l/m² - extrem trocken
September 2022 +13,4 +0,1 -0,4 98,9 l/m² - zu nass
Oktober 2022 +12,53 +3,53 +3,13 49,5 l/m² - zu trocken
November 2022 +6,4 +2,4 +1,6 49,6 l/m² - zu trocken
Dezember 2022 +1,8 +0,98 -0,02 64,8 l/m² - etwas zu trocken
Gesamtjahr 2022 +10,56 +2,3 +1,23 672 l/m² - zu trocken

Statistische Wetterwerte für Januar

Der Januar gilt aus statistischer Sicht als kältester und auch trockenster Wintermonat, bzw. auch Monat im gesamten Jahr.

  • Zwischen dem 13. und 26. Januar Hochwinter
  • Kontinentalhoch sorgt in diesem Zeitraum mit einer Wahrscheinlichkeit von 70 bis 80 Prozent für kalte Temperaturen
  • Bedingt durch die hohe statistische Wahrscheinlichkeit eines Hochwinters ist Schneefall selten
  • Häufiger gibt es im Januar Kahlfrost-Phasen
  • Liegt aber Schnee, so kann dieser über Tage hinweg konserviert werden

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