Viel fehlt nach den aktuellen Berechnungen des amerikanischen Wettermodells nicht mehr und es könnte noch in den letzten Dezember-Tagen über dem östlichen Deutschland Deutschland, Österreich und der Schweiz kalt werden. Der Grund für diesen Kaltluftschub ist ein leicht verändertes Setup des Hochdrucksystems gegenüber heute Morgen, welches sich mit seinem Hochdruckkern zum 31. Dezember über der Ostsee positionieren und seine Hochdruckachse weiter in Richtung Norden zur Barentssee ausweiten kann. Somit fehlt die Hochdruckverbindung nach Süden, was Deutschland in den östlichen Strömungsgradienten des Hochdrucksystems bringt. Allerdings sind die Simulationen aktuell noch mit einer gewissen Vorsicht zu bewerten, da kleinste Veränderungen der Hochdruckachse, bzw. der Position ein völlig anderes Ergebnis zur Folge haben können.

Für die ersten Januar-Tage simuliert das europäische Wettermodell ein ebenfalls nach Norden verschobenes Hochdrucksystem, welches sich zwischen der Barentssee, dem westlichen Russland und dem östlichen Skandinavien positionieren kann. Allerdings bleibt eine Hochdruckverbindung zum Hochdrucksystem Mittelmeer/Azoren bestehen, so dass sich daraus eine winkelförmige Hochdruckwetterlage ergibt. Gleichzeitig bleibt die "Wetterküche" auf dem Atlantik mit einer unentwegten Kaltluftzufuhr in Richtung Neufundland aktiv, so dass es wohl nur eine Frage der Zeit sein wird, bis die atlantische Frontalzone Deutschland erreichen kann. Nichtsdestotrotz liegen die Temperaturen nach dem europäischen Wettermodell in den ersten Januar-Tagen mit +1/+6 Grad vielfach im nasskalten Bereich.

Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so liegt das Hochdrucksystem zum 2. Januar etwas westlicher und kann sich direkt über Skandinavien positionieren. Gleichzeitig liegt über dem Bereich Barentssee/Karasee ein Tiefdrucksystem, so dass im Verbund beider Wettersysteme sehr kalte Luftmassen nach Süden geführt werden können. Auf der westlichen Seite des Hochdrucksystems kann sich ein Tiefdrucksystem zwischen Grönland und Island in Stellung bringen. Somit sind die Rahmenbedingungen für spannende Wetterlagen gegeben und es wird sich zeigen, ob der Winter sich noch im ersten Januar-Drittel durchsetzen kann - auszuschließen ist das zum heutigen Stand jedenfalls nicht.

Betrachtet man die Kontrollläufe, so zeigt sich in den letzten Tagen für Januar ein steter Rückgang der Temperaturtendenz, wenngleich der Mittelwert gegenüber dem langjährigen Durchschnittswert erhöht bleibt. Das Temperaturspektrum erstreckt sich am 1. Januar zwischen -5/+12 Grad (Mittelwert: +4/+6 Grad) und am 4. Januar zwischen -10/+10 Grad (Mittelwert: +3/+6 Grad). Ob sich die kalte Luft bis über Deutschland durchsetzen und ob sich der Winter im ersten Januar-Drittel durchsetzen könnte, klären wir gegen 14:00 Uhr in einem neuen Witterungstrend Wetter Winter 2016.

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