Gemäß den Simulationen der Wettermodelle treiben es die Tiefdrucksysteme im ersten Januar-Drittel recht "bunt" und sorgen somit für nicht gerade langweilige Stunden für Meteorologen. Die spannende Frage - wann mit Schneefall zu rechnen ist - bleibt aber auch heute ungeklärt. Das sog. Minor-Warming, welches sich in einigen Simulationen im Januar auch als Major-Warming entwickeln könnte, bleibt der "Lichtblick" für alle Freunde des Winterwetters. Aktuell liegt das Warming mit -20 Grad zwischen Sibirien, der Mongolei und China und erreicht am 4. Januar mit bis -12 Grad seinen vorläufigen Höhepunkt über Sibirien. Die Auswirkungen in der Stratosphäre wirken sich mit 3-8 Tagen zeitverzögert auf die unteren Luftschichten aus, so dass in den kommenden Simulationen der Wettermodelle durchaus Spielraum für Überraschungen gegeben ist. Ein zweites, intensiveres Warming zeichnet sich zum 7./10. Januar auf der gegenüberliegenden Seite zwischen Kanada, Grönland und Skandinavien ab. Anders ausgedrückt geht es dem "gesunden" und gut strukturierten Polarwirbel zunehmen an den Kragen. So rückt eine Umstellung der Großwetterlage zwischen dem 6./10. Januar mit einer Wahrscheinlichkeit von 39 Prozent immer näher. Allerdings ist die dynamisch-turbulente Westwetterlage mit einer Wahrscheinlichkeit von 40 Prozent ebenbürtig. Die restlichen 21 Prozent verfallen auf ruhige und relativ milde Hochdrucklösungen. Das Langfristmodell jedenfalls scheint sich in seiner Wettervorhersage für den Januar zunehmend sicher zu sein - im Schnitt soll dieser gegenüber dem langjährigen Temperaturmittel um 3 bis 4 Grad zu warm ausfallen. Und auch der Februar wird mit einem Temperaturüberschuss von 2 bis 3 Grad ebenfalls zu warm Simuliert - das könnte man auch als "Totalausfall" des Winters interpretieren.

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