Das sog. Major/Minor-Warming (Plötzliche Stratosphärenerwärmung) am Polarwirbel wird auch in den heutigen Simulationen berechnet. Mit Temperaturen von -36 Grad zwischen Japan und China beginnend am 27. Dezember erreicht das Major-Warming zum heutigen Stand seinen Höhepunkt mit -14 Grad am 4. Januar 2014 über dem nordöstlichen Sibirien. Je nach Intensität schwächt sich in Folge daraus der Polarwirbel ab und bricht bei einem Major-Warming sogar "zusammen" - ein sog. Polarwirbelsplitt entsteht und die Zirkulation dreht sich von West->Ost auf Ost->West. Das passiert aber nicht auf einen Schlag, sondern geht etwa um 3-8 Tage zeitversetzt von statten. Anders ausgedrückt besteht zum ersten mal in diesem Winter Grund zur Annahme, dass der beständige Kaltluftzustrom über dem östlichen Kanada in Richtung Atlantik unterbrochen wird und im weiteren Verlauf sich zunächst nasskaltes, später durchaus auch winterliches Wetter in Mitteleuropa durchsetzen kann. Zum heutigen Stand wird das mit einer Wahrscheinlichkeit von 45 Prozent im Zeitraum zwischen dem 3./6. Januar passieren. Was, wenn das Major/Minor-Warming nicht kommt, welche Optionen sind dann gegeben? Die meisten Varianten gehen zwischen dem 1./5. Januar mit einer Wahrscheinlichkeit von 35 Prozent in Richtung wechselhaftes und mit Temperaturen zwischen -2/+4 Grad nasskaltes Wetter. Die Kontrollläufe stützen den negativen Temperaturtrend zum dem Jahreswechsel und simuliert mit einem Temperaturspektrum bspw. zum 3. Januar mit -2/+6 Grad (Mittelwert +2 Grad im Süden und +4 Grad im Norden) mehrheitlich eine nasskalte Witterung.

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