Der Nikolaus kommt am 6. Dezember auf jeden Fall mit dem Schlitten - die Frage ist nur, ob er Räder unter den Kufen braucht. Ob ein Wintereinbruch zwischen dem 5./6. Dezember stattfindet, ist - leider - auch heute nicht geklärt. Im Wettertrend bleibt die nasskalte Variante in tieferen Lagen mit einer Wahrscheinlichkeit von 48 Prozent weiterhin dominierend, in höheren Lagen, so ab 500 Meter überwiegen mit 52 Prozent die winterlichen Optionen im Zeitraum zwischen dem 6./10. Dezember. Grundlegend unterscheiden sich die Simulationen der Wettermodelle, wobei das europäische Wettermodell seit Tagen das ein Blockadehoch auf dem Atlantik konstant berechnet und nicht davon abweichen mag - demnach "Vollwinter" bis in tiefere Lagen zwischen dem 6./10. Dezember, danach ist ruhigeres Hochdruckwetter möglich. Das amerikanische Wettermodell simuliert das Hoch auf dem Atlantik "flacher", so dass zwischen arktischer Kaltluft und relativ warmen Atlantikluft eine "Rennbahn" für Tiefdrucksysteme entsteht, die für Mitteleuropa richtig gefährlich werden kann. Die Windgeschwindigkeiten werden am 6. Dezember zwischen 70 bis 120 km/h simuliert, dazu gibt es peitschenden Regen aus westlichen Richtungen bei nasskalten Werten zwischen +1/+5 Grad. Egal welche Variante also kommt, der Nikolaus wird wohl erschwerte Bedingungen antreffen. Welches der beiden Varianten ist denn wahrscheinlicher? Das Schwankungsniveau des amerikanischen Wettermodells zeigt, wie komplex die kommende Wetterentwicklung ist. Der Grund hierfür liegt in der Ostwärtsverlagerung kalter Luftmassen von Grönland über das europäische Nordmeer. Erfahrungsgemäß tendieren jedoch kalte Luftmassen über dem Norden dazu, nach Süden auszubrechen - ein entsprechendes Hoch ist auf dem Atlantik auch in richtiger Position vorhanden. Betrachtet man die Randfaktoren, so sieht die Polarwirbelstruktur in den höheren Luftschichten weiterhin gut strukturiert aus, zwar nach Süden verschoben, aber im Kern mit bis zu -82 Grad gut ausgebildet. In Summe bedeutet das ein leicht positiven AO-Index. In den unteren Luftschichten geht es ordentlich zur Sache - immer wieder strebt hoher Luftdruck gen Nordpol und sorgt damit für eine weiter anhaltende Wellenbewegung entlang der Polarfront. Ein Indiz für einen Wintereinbruch liegt in einem neutral bis leicht negativ simulierten NAO-Index. Anders ausgedrückt liegt das Verhältnis zwischen Wintereinbruch und nasskaltem Wetter im Zeitraum zwischen dem 5./10. Dezember bei 55:45. Aufgrund der weiterhin bestehenden Unsicherheiten bleibt es in dieser Prognose bei einem Wettertrend - im Laufe des Abends wird es an dieser Stelle eine Aktualisierung geben.
Update:
Wenig Neues - europäisches Wettermodell mit winterlichen Verhältnissen bis in tiefere Lagen, das amerikanische Wettermodell mit einer nasskalten Lösung. Das amerikanische Wettermodell hatte am heutigen Tag seine Schwankungen, während das europäische Wettermodell klar seine Linie der letzten Tage beibehält. Kontrollläufe gehen klar in Richtung nasskalte Variante. Orkanoptionen sind für den 6. Dezember noch nicht vom Tisch.

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