Als "Hopp oder Top" könnte man die weitere Wetterentwicklung zwischen dem 9./12. Oktober bezeichnen. Entweder bleibt das Hochdrucksystem zwischen der Nord- und Ostsee Orts-treu, oder es macht sich auf den Weg in Richtung Westen nach England. Wenige hundert Kilometer Positionsverschiebung können komplett anderes Wetter zur Folge haben - besonders Eindrucksvoll zeigen das heute die Simulationen der Wettermodelle. Das amerikanische Wettermodell simuliert einen recht kräftigen Hochdruckkern zwischen dem 10./15. Oktober direkt über der Nord- und Ostsee, die Tiefdrucksysteme rennen gegen das Hochdrucksystem an und werden über das nördliche Skandinavien abgelenkt und "tropfen" auf Ostseite des Hochs ab - somit ergibt sich eine schwach ausgebildete Omegastruktur, welche in Deutschland nach Nebelauflösung das relativ warme "goldene Oktoberwetter" zur Folge hat. Das europäische Wettermodell simuliert die Position des Hochdrucksystems zum 9./10. Oktober westlich von England und lässt es in Richtung Norden auf-wölben. Somit gelingt es den Tiefdrucksystemen über Skandinavien mit einer nördlichen Strömung direkt über Deutschland "abzutropfen". Der Kältepol bei Grönland wird zudem nach Osten verfrachtet, was theoretisch zur Monatsmitte hin die ersten Kaltluftmassen nach Deutschland bringen könnte. Sollte die europäische Variante eintreten, so ist auf jeden Fall mit nasskalten Wetter ab dem 10. Oktober zu rechnen - hier und da könnten auch die ersten Schnee-, bzw. Graupelschauer auftreten. Mehrheitlich stützen die Kontrollläufe das hochdruckdominierte Wetter bis zur Monatsmitte (59 Prozent), wobei einzelne "Ausreißer" die Wahrscheinlichkeit der nasskalten Variante durchaus unterstützen (24 Prozent).

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