Der weitere Verlauf beim Wetter im Oktober hängt im wesentlichen davon ab, ob sich über Skandinavien ein Hochdrucksystem ausbreiten kann oder nicht. Dabei simuliert insbesondere das amerikanische Wettermodell über Grönland mit bis zu -30 Grad Eiseskälte in den höheren Luftschichten, was die Wetteraktivität auf dem Atlantik weiterhin ankurbeln wird. Tiefdruckausläufer steuern dabei in einer südlicheren Bahn auf Mitteleuropa zu und schwenken im weiteren Verlauf nach Skandinavien hin ab, was in Deutschland zu einer teils wechselhaften und teils warmen Südwestwetterlage führen wird. Durch die Konzentration der Tiefdruckwirbel rund um Grönland herum gibt dem Azorenhoch wiederum die Chance seinen Platz über den Azoren einzunehmen. Wo viel "Reaktion" ist, wird auch eine entsprechende Gegenreaktion ausgelöst - dabei strebt das Azorenhoch gen Grönland und blockiert bis auf weiteres die atlantische Frontalzone. Die Zirkulation wäre in Folge dessen über Mitteleuropa gestört, wobei mit einer nordwestlichen bis nördlichen Luftströmung zunehmend kältere Luftmassen nach Deutschland geführt werden können. Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so sind die ersten Oktober Tage vor allem im Süden warm und wechselhaft, im weiteren Verlauf nimmt die Wahrscheinlichkeit für herbstliche Temperaturen zu. Geht es nach dem europäischen Wetterdmodell, so etabliert sich über Skandinavien ein Hochdrucksystem, was die atlantische Frontalzone ebenfalls auf dem Atlantik halten wird - meist ist das mit einem Trog von Island bis zu den Azoren / Portugal hinunter verbunden. Deutschland gelangt damit in eine südliche Luftströmung - Aufgrund der Nähe zum Tief/Trog ist das Wetter jedoch im Westen wechselhafter als im Osten. So ein skandinavisches Hoch gehört ebenfalls zum Wesen einer gestörten Zirkulation, so dass das Bestreben zu einer Normalisierung in den aktuellen Simulationen nicht zu erkennen ist. Stattdessen weitet sich nach dem europäischen Wettermodell das Skandinavienhoch weiter aus, so dass die Strömung mehr und mehr auf östliche bis nordöstliche Richtungen dreht, was unter Umständen ebenfalls kühlere Luftmassen advehiert. Zusammenfassend sieht es zum aktuellen Stand nicht danach aus, als dass die atlantische Frontalzone das Wetter in Mitteleuropa für längere Zeit beeinflussen kann (Ausgleichsverhalten), stattdessen ist der Trend zur Rückkehr der seit Monaten dominierenden gestörten Zirkulation zu erkennen (Erhaltungsneigung), was die Chancen auf ein paar goldene Oktober Tage erhöht. Das Langfristmodell tendiert in seiner Aktuellen Wettervorhersage für Oktober ebenfalls in diese Richtung, bei den Temperaturen leicht zu warm und in der Niederschlagsprognose überwiegend normal. Das Wetter im November wird hingegen gänzlich normal simuliert.

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