Das Tief bei England, was noch bis Montag für teils sommerliches Wetter sorgen wird, bringt in der kommenden Woche mit zunehmender Wahrscheinlichkeit die ersten herbstlichen Wettergrüße. Das Tief positioniert sich dabei zwischen England, der Nordsee und dem südlichen Skandinavien und sorgt somit für reichlich Niederschlag. Da dessen Zugbahn und Intensität von den Wettermodellen weiterhin unterschiedlich simuliert wird, bleibt die Detailprognosegüte im unsicheren Bereich. In der Entwicklung der Großwetterlage sind sich die Wettermodelle nahezu einig. Das Tief ist er erste Anlauf der atlantischen Frontalzone und teilt die Hochdruckbrücke zwischen dem Azoren- und Skandinavienhoch. Dabei wird das tiefe Geopotential bis über das nördliche Mittelmeer verlagert, was den Weg für weitere Tiefausläufer frei macht. Anders ausgedrückt liegt zum heutigen Stand die Wahrscheinlichkeit für Temperaturen zwischen +12/+18 Grad bei wechselhaften, teils regnerischem Wetter in der kommenden Woche mit 53 Prozent hoch. Im weiteren Verlauf kommt es zwischen dem 13./16. September über dem nördlichen Kanada und Grönland zu einem Ausbruch höhenkalter Luft, was die Wetterdynamik auf dem Atlantik weiter ankurbeln wird. Im wesentlichen kann es dabei zu zwei unterschiedlichen Großwetterlagen kommen. Wo viel Dynamik vorhanden ist, kommt es entsprechend zu einer Gegendynamik. Das könnte über Mitteleuropa zum 15. September hin ein Hochdruckgebiet anregen, was spät sommerliches Wetter in Deutschland zur Folge hat. Die zweite - aktuell auch wahrscheinlichere Variante - ist ein Verbleib der Lücke zwischen dem Russland(Skandinavien)- und Azorenhoch, so dass Deutschland in einer westlichen bis nordwestlichen Grundströmung verbleibt, was herbstliche Temperaturen mit entsprechenden Niederschlägen zur Folge hat - besonders in den Nächten können die Temperaturen in dieser Variante mit +2/+8 Grad schon empfindlich kühl werden. Die Kontrollläufe stützen diese Entwicklung, wobei mehrheitlich eine normalisierende Tendenz unterstützt wird. So liegt das Temperaturspektrum bspw. am 16. September zwischen +9/+21 Grad und im Mittelwert bei +15 Grad. Das Langfristmodell bleibt bei seiner Wetterprognose für den Herbst - demnach ist überwiegend normales Wetter, sowohl bei den Temperaturen, als auch beim Niederschlag von September bis November zu erwarten.

Anzeige

Ihnen gefällt die Wetterprognose? Teilen Sie es anderen mit!