Es bleibt im wesentlichen dabei, dass der Atlantik weiterhin unser Wetter in Deutschland mit wechselhaftem Wetter beeinflussen wird. Aufgrund von sog. Kurzwellentrögen kann sich kurzzeitig auch kältere Luft durchsetzen und vor allem oberhalb etwa 400 Meter für Schnee sorgen. Ein richtiger Wintereinbruch im Flachland ist in den heutigen Modellläufen nicht zu erkennen. Es gibt aber eine Tendenz beim europäischen Wettermodell zu einem schwachen Blockadehoch auf dem Atlantik Anfang Januar, was sich in den kommenden Läufen aber noch behaupten muss - das ist so etwas wie ein kleiner Hoffnungsschimmer für alle Winterliebhaber. Das amerikanische Wettermodell will davon nichts wissen und lässt das Wetter im Januar stürmisch und wechselhaft beginnen - so wie wir es aus dem Dezember her kennen - mit einem Unterschied: Kaltluft kann sich nach dem 5. Januar langsam im nördlichen Europa ansammeln und kann im weiteren Verlauf zu Troglagen in Mitteleuropa führen. Ebenfalls wird in den Wettermodellen ein sog. Polarwirbelsplitt in den ersten Januartagen gerechnet. Ein Polarwirbelsplitt erhöht die Wahrscheinlichkeit für Troglagen in Mitteleuropa. Zusammenfassend kann man sagen, dass die ersten fünf Januartage wechselhaft, windig und relativ mild sein werden, anschließend erhöht sich die Wahrscheinlichkeit zu kälterem Wetter. Das Langfristmodell senkt seine zunächst zu warme Wetterprognose für den Januar etwas. Der Süden fällt normal aus, sonst leicht zu warm, der Nordosten zu warm. Bei der Niederschlagsberechnung fällt der Westen deutlich zu nass aus, während der Osten normal berechnet wird. Es kann also gut sein, dass der Winter am Ende des ersten Januardrittels Einzug halten wird. Für den Februar 2012 zeigt das Langfristmodell weiterhin normales Wetter.

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