Der zugrunde liegende Wettercharakter der aktuellen Wettervorhersage zeigt sich überwiegend sommerlich warm, allerdings können feuchte Luftmassen immer wieder für Schauer und Gewitter sorgen, welche am Freitag und Samstag voraussichtlich ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht haben können. Darüber hinaus zeigt sich in den gängigsten Varianten der Wettermodelle eine Fortsetzung der sommerlichen Temperaturen, aber im Grunde instabilen Wetterlage in Form von einer erhöhten Neigung zu Schauern und Gewittern. Der Grund hierfür ist die Konstellation der Systeme zueinander. So verläuft die atlantische Tiefdruckrinne zwischen Neufundland, Island und Skandinavien relativ weit nach Norden versetzt. Die Hochdrucksysteme zeigen ihren Schwerpunkt über den Azoren und dem östlichen Europa, bzw. nördlichen Europa. Je nachdem wie weit die atlantische Frontalzone nach Osten vorankommen mag, desto wechselhafter und auch kühler wird sich der Wettercharakter entwickeln können. In den aktuellen Berechnungen gelingt es der atlantischen Frontalzone nicht, sich bis über Skandinavien durchzusetzen, so dass im zweiten August-Drittel die Wahrscheinlichkeiten für sommerlich warme Temperaturen höher als zu kalte Werte sind. Die Kontrollläufe stützen den kurzen Temperaturrückgang zum 9. August und lassen nachfolgend die Temperaturen wieder etwas ansteigen. So liegt das Temperaturspektrum am 11. August zwischen +17/+30 Grad (Mittelwert: +21 Grad über dem Norden, +24 Grad über dem Westen und +25/+26 Grad über dem Süden und Osten) und am 15. August zwischen +16/+29 Grad (Mittelwert: +20 Grad über dem Norden, +22 Grad über dem Westen und +23/+24 Grad über dem Süden und Osten). In den Verhältnissen der Kontrollläufe von zu kalt (<+17) / normal (+18/+24) / zu warm (>+24) zeigt sich der erweiterte Temperaturtrend zum 16. August mit 20/20/60 und am 20. August mit 25/40/35 mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit normal bis zu warm. Das Langfristmodell reagiert zunehmend auf diese Entwicklung, so dass die vormals zu kühle Temperaturprognose für den August über dem Norden von Deutschland auf ein normales und im Süden zu warmes Temperaturniveau angepasst wurden. Die Abweichungen gegenüber dem langjährigen Mittelwert liegen über dem Norden nun zwischen -0,5/+0,5 Grad und über dem Süden zwischen +0,5/+2 Grad. Im Niederschlagsverhalten simuliert das Langfristmodell für den August keine sonderlichen Auffälligkeiten gegenüber dem vieljährigen Solldurchschnitt.

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