Wer gefallen an dieser schwül-warme Hitzewelle findet, sollte diese noch genießen, denn im Verlauf der kommenden Woche zeigt sich in der aktuellen Wettervorhersage ein markanter Temperatursprung nach unten - z.T. kann die Temperaturdifferenz bis zu 20 Grad betragen. Der Grund für diesen beachtlichen Temperaturrückgang ist ein Tiefdruckkomplex, welcher sich im Zeitraum vom 7./10. Juli von England bis über den skandinavischen Raum sich positionieren kann. Zuvor müssen jedoch die heißen Luftmassen beseitigt und der hohe Luftdruck abgebaut werden. I.d.R. gelingt solch ein Prozess nur mit einem erhöhten Energieaufwand, welcher sich in teils unwetterartigen Wettererscheinungen bemerkbar machen kann. Ist das nur eine vorübergehende Westwindzirkulation, oder können sich nachfolgend rasch wieder die sommerlichen Temperaturen durchsetzen? Geht es nach der Simulation des amerikanischen Wettermodells, so kann sich zwischen dem Tief über dem östlichen Skandinavien und einen nachfolgendem Tief auf dem Atlantik hoher Luftdruck durchsetzen, welcher zum heutigen Stand sich von der Mittelmeerregion bis über das westliche Skandinavien - direkt über Deutschland - erstrecken kann. Die Achse des Hochdrucksystems verläuft für sommerliche Temperaturwerte günstig, so dass In Folge daraus bereits im Zeitraum zwischen dem 11./13. Juli die Temperaturen eine ansteigende und die Niederschläge eine nachlassende Tendenz haben. Interessant ist nach beiden Wettermodellen im Zeitraum zwischen dem 7./10. Juli erhöhte Wetteraktivität, welche im darauf folgenden Zeitraum zwischen dem 12./17. Juli eine mäandrierende Tendenz des Zirkulationsmusters aufweist (gradientenschwach und "verschlungenes" Zirkulationsmuster). In Folge daraus ist eine kühle und wechselhafte Westwindzirkulation wohl nur vorübergehend und im weiteren Verlauf könnte sich der Sommer erneut durchsetzen. Die Kontrollläufe bestätigen den "Temperatursturz" zum 7./8. Juli mehrheitlich und weisen im weiteren Verlauf wieder eine positive Temperaturentwicklung auf, welche gegenüber dem langjährigen Mittelwert als leicht zu warm eingestuft werden kann. So liegt das Temperaturspektrum bspw. am 10. Juli (voraussichtlicher Tiefpunkt der Temperaturwerte) zwischen +11/+21 Grad (Mittelwert: +14 Grad im Norden und Osten, +16 Grad im Westen und +18 Grad im Süden) und am 15. Juli zwischen +16/+31 Grad (Mittelwert: +21 Grad im Norden, +23 Grad im Westen und +24/+25 Grad im Süden und Osten). Ob sich der Ansatz einer vorübergehenden Unterbrechung des sommerlichen Wettercharakters durchsetzen kann, bleibt anhand der Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+17) / normal (+18/+24) / zu warm (>+24), welche am 12. Juli bei 25/55/20 und am 20. Juli bei 35/35/30 liegen, noch fraglich da die Entwicklungsmöglichkeiten der Temperaturen noch ein breites Spektrum aufweisen. Das Langfristmodell simuliert in seiner Wetterprognose für den Juli eine Abweichung von +0,5/+3 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert bei einer deutlich negativen Niederschlagserwartung. In der Wetterprognose für den August beträgt nach dem Langfristmodell die Abweichung -0,5/+0,5 Grad und liegt - zum heutigen Stand - im normalen Bereich. Im Niederschlagsverhalten zeigt sich im Westen und Südwesten eine leicht negative und über dem Norden und Osten normale Tendenz gegenüber den Sollwerten.

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