Die Wetterentwicklung bis zum kommenden Wochenende ist relativ sicher - sommerlich. Aber ab dem 14./16. Juni nehmen die Unsicherheiten bei beiden Wettermodellen zu - der Grund hierfür ist ein labiler Hochdruckrücken zwischen dem Azoren- und Russlandhoch. Dabei kann die atlantische Frontalzone ihren Einfluss auf das Wettergeschehen in Mitteleuropa zeitweise geltend machen. Meist geschieht das in Form einer sehr warmen Vorderseite, beim Übergang mit Gewittern (Unwetterpotential) und auf der Rückseite mit etwas kühleren Luftmassen über Deutschland. Die Zirkulation ist dabei keineswegs normal, sondern durch die zwei Hochdruckgebiete über Skandinavien/Russland und den Azoren weiterhin gestört, auch wenn das bestreben in Richtung Normalisierung geht. Dabei kommen teils kuriose (simulierte) Wetterlagen zustande, die besonders zwischen dem 18./22. Juni zu dem oben beschriebenen Übergangswetter kommen kann. So zeigt bspw. das europäische Wettermodell am 19. Juni Hochdruckaufbau über Skandinavien, gleichzeitig intensiviert sich das Tiefdrucksystem bei England und "quetscht" sich in einer Vb-Zugbahn zwischen dem Azoren- und Skandinavienhoch durch. Diese Wetterlage gab es Anfang und Ende Mai schon einmal - mit viel Regen. Das amerikanische Wettermodell sieht die Wetterentwicklung ähnlich, wobei das Tiefdrucksystem nicht genügend "Schwung" hat - demnach bleibt das sommerliche Wetter mit Schauern und Gewittern im zweiten Juni-Drittel weitestgehend erhalten. Die Kontrollläufe spiegeln die zunehmenden Unsicherheiten deutlich wieder. Einigkeit herrscht bis zum 13. Juni, im weiteren Verlauf ist eine Warmphase bis zum 16. Juni wahrscheinlich, darüber hinaus sind es mehrheitlich wechselhafte und mäßig warme Simulationen. Das Temperaturspektrum liegt bspw. am 18. Juni zwischen +12/+25 Grad, wobei das Mittel bei +22 Grad liegt.

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