Wetter Frühling 2016 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Frühling 2016 - Wettertrend vom 24. Februar

Die Frage der kommenden Stunden und Tage wird sein: kommt der Winter noch einmal zurück oder "verpufft" der neuerliche Anlauf schon im Ansatz? Entscheidend hierfür ist die Wetterentwicklung Ende Februar, bei der die Zugbahn eines Vb-Tiefdrucksystems maßgeblich eine Rolle spielt. Darüber hinaus ergeben sich für die ersten März-Tage zwei unterschiedliche Ansätze, welche von winterlichen über nasskalte bis hin zu milden Wetterverhältnissen führen können (Details s. Wettervorhersage Februar und Wetterprognose März).

Um das Ganze noch etwas komplexer zu machen, muss man in Richtung Nordpol schauen und dort die Entwicklung in Stratosphärenhöhe betrachten. Dort wird zum wiederholten Male zum 3. März ein kräftiges Minor-Warming simuliert, welches zum 5. März durchaus das Potential zu einem Major-Warming mit anschließenden Final-Warming aufweist. Ob das so kommen mag bleibt noch abzuwarten, dient aber als Erklärung für die unterschiedlichen Ansätze der Wettermodelle für das Wetter im ersten März-Drittel.

Warum? Kommt es zu einem Major-Warming, so wird der Polarwirbel nachhaltig gestört und es kommt über der Polarregion zu einer Umkehr des Zirkulationsmusters von West-Ost nach Ost-West. In Folge daraus entsteht ein deutlich erhöhtes Potential für Polarwirbelsplits, welche sich über Mitteleuropa häufig mit Trogwetterlagen bemerkbar machen können. So verwundert die Simulation des amerikanischen Wettermodells nicht, bei der im Zeitraum 5./8. März ein solcher Trog über Mitteleuropa entstehen könnte und in der Höhe von ca. 1.500 Meter Kaltluftmassen von -10/-14 Grad über Deutschland geführt werden können. Das hätte selbst bei der zwischenzeitlich fortgeschrittenen Jahreszeit bis in tiefere Lagen hinab Tageswerte im Dauerfrostbereich zur Folge.

Betrachtet man den AO Index, so wird dieser im ersten März-Drittel weitgehend im negativen Bereich simuliert, was auf eine Instabilität des Polarwirbels und dessen Neigung zum Splitverhalten hindeutet. Der zweite Faktor - der NAO Index - wird jedoch im positiven Zustand berechnet, was eine nachhaltige Trogwetterlage wie es das amerikanische Wettermodell simuliert in Fragen stellen sollte.

Die Kontrollläufe zeigen, dass eine sehr kalte Variante zum aktuellen Stand im ersten März-Drittel weniger wahrscheinlich ist. So liegt der Mittelwert des Temperaturspektrums in der Höhe von ca. 1.500 Meter im Zeitraum vom 5./10. März zwischen -6/-3 Grad und lässt allenfalls eine nasskalte Witterung von +1/+6 Grad erwarten. Der Mittelwert selbst ist dabei durchaus als Jahreszeiten-typisch zu bezeichnen. Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+0) / normal (+1/+6) / zu warm (>+7), liegen am 5. März bei 35/55/10 und am 10. März bei 10/60/30 und bestätigen eine höhere Wahrscheinlichkeit für den nasskalten Temperaturtrend im ersten März-Drittel.
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Wetter Frühling 2016 - Wetterprognose vom 23. Februar

Der meteorologische Winter endet mit dem Februar und der Frühling beginnt mit dem 1. März. Geht es nach den aktuellen Simulationen der Wettermodelle, so könnte der Winter noch mit kräftigen Schneefall, Dauerfrost über den östlichen und südöstlichen Landesteilen enden, während es über dem Westen und Norden bei nasskalten Werten zwischen +1/+5 Grad weitgehend trocken bleiben kann (s. Wettervorhersage Februar).

Der Frühling startet also mit hoher Wahrscheinlichkeit teils winterlich, teils nasskalt. Zwar lassen die Niederschläge über dem Osten und Südosten am 1. März nach, die Temperaturen können jedoch mit -2/+2 Grad vielerorts auch im Dauerfrostbereich liegen und somit die Schneedecke über dem Osten und Südosten erhalten. Über dem Westen und Norden sind hingegen mit +1/+6 Grad nasskalte Temperaturwerte zu erwarten.

Darüber hinaus simuliert das amerikanische Wettermodell im Zeitraum 2./5. März weitere Tiefdrucksysteme aus nordwestlichen Richtungen kommend, welche den Wettercharakter über Deutschland, Österreich und der Schweiz mit nasskalten Temperaturwerten und einem unbeständigen Wetter beeinflussen können. Die Schneefallgrenze schwankt demnach zwischen 400-700 Meter, wobei die Niederschläge selbst auch kräftiger und länger andauernd ausfallen können.

Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so liegt das Tiefdruckzentrum über Skandinavien und damit nördlicher als nach dem amerikanischen Wettermodell. In Folge dessen gelangt Deutschland auf den westlichen bis südwestlichen Strömungsgradienten des Tiefdrucksystems, so dass die Temperaturen mit +4/+10 Grad milder ausfallen können und die Schneefallgrenze bis zum 5. März langsam bis auch höhere Lagen ansteigen kann.

Vieles wird für die kommende Wetterentwicklung auch noch von der Zugbahn des Vb-Tiefdrucksystems Ende Februar abhängen. Die Kontrollläufe stützen in den ersten März-Tagen mehrheitlich die nasskalte Temperaturvariante. So liegt das Temperaturspektrum am 1. März zwischen -4/+6 Grad (Mittelwert: +0/+1 Grad über dem Süden und Westen und +4 Grad über dem Norden und Westen) und am 6. März zwischen -1/+15 Grad (Mittelwert: +4 Grad über dem Süden und Osten und +5/+6 Grad über dem Westen und Norden).

Interessant sind jedoch starke Abweichungen von Einzelvarianten in den Kontrollläufen, welche die Zufuhr von noch kälteren Luftmassen simulieren. Woran liegt das und was für Folgen hätte das für die Wetterentwicklung? Hierzu gilt es den Polarwirbel und dessen Zustand hinsichtlich der Stabilität zu untersuchen. Dieser zeigt sich mit einem weitgehend negativen AO-Index Ende Februar/Anfang März in einem instabilen Zustand, so dass hier noch schwaches Potential für ein Polarwirbelsplit vorhanden bleibt. Blickt man etwas höher in die Stratosphärenregion, so zeigt sich Anfang März die neuerliche Entwicklung eines Minor-Warmings, welches noch im ersten März-Drittel - zum heutigen Stand - das Potential zu einem Major-Warming aufweisen kann. Anders formuliert ist zum heutigen Stand eine nasskalte Witterungsphase im ersten März-Drittel wahrscheinlicher, als eine frühlingshafte Wetterentwicklung.

Wetter Frühling 2016 - Witterungstrend vom 21. Februar

Das "Winterfinale" hat noch einmal alles zu bieten. Von milden Temperaturen mit stürmischen Windböen, bis hin zu einer Abkühlung in der kommenden Woche mit Schneeoptionen bis auf mittlere Lagen hinab und einer Frostgrenze, welche zwischen 500-800 Meter schwanken kann (Details s. Wettervorhersage Februar und Wetterprognose Winter). Bleibt das so zu meteorologischen Frühlingsbeginn?

Das Grundmuster der Großwetterlage deutet jedenfalls darauf hin. Dies ist nach beiden Wettermodellen westlich bis nordwestlich geprägt, bei der das Azorenhoch im Verbund mit den bei Neufundland entstehenden Tiefdrucksystemen den Takt vorgibt. So ist die aktuell wahrscheinlichste Wetterentwicklung im Zeitraum 1./6. März westlich orientiert, bei der Vorderseitig mal mildere und auf der Rückseite des abziehenden Tiefdrucksystems wieder kühlere Luftmassen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz geführt werden könnten.

Schaut man auf die Kontrollläufe, so bestätigt sich dieser Trend mehrheitlich. So schwanken die sog. Höhentemperaturen (~1.500 Meter) mit ihrem Mittelwert zwischen -5/-3 Grad, was in tieferen Lagen +4/+8 Grad und in mittleren Lagen +2/+5 Grad zur Folge haben kann. Anders ausgedrückt ist zum aktuellen Stand eine nasskalte Witterungsphase Anfang März wahrscheinlicher als ein frühlingshaftes Temperaturempfinden. Betrachtet man Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+0) / normal (+1/+6) / zu warm (>+7), so liegen diese am 1. März bei 15/40/45 (gestern: 20/50/30) und am 6. März bei 5/55/40 (gestern: 10/45/45). Uns wurde in den letzten Tagen des Öfteren die folgende Frage gestellt: "Wann kommt der Frühling?". Schaut man auf die Verhältnisse der Kontrollläufe, welche jenseits der +14 Grad liegen, so liegt die Wahrscheinlichkeit bspw. am 6. März aktuell bei 10 Prozent.

Wetter Frühling 2016 - Witterungstrend vom 19. Februar

Nachdem der Winter 2015/16 erneut fast ein "Totalausfall" war (Dezember, Januar und Februar gegenüber dem langjährigen Mittelwert teils deutlich zu warm), mehren sich die Anfragen in den letzten Tagen, wann denn der Frühling kommt, denn scheinbar kann so niemand etwas mit der sich wohl im letzten Februar-Drittel einstellenden nasskalten Witterung anfreunden (s. Wettervorhersage Winter).

Zwar beginnt der meteorologische Frühling am 1. März, gemäß Kalender aber erst zum 20. März 2016. Mit steigendem Sonnenstand nehmen die Turbulenzen in den höheren Luftschichten wieder zu, da sich die Landmassen schneller und stärker als die Wassermassen erwärmen können und wo es Temperaturunterschiede gibt, entsteht ein höheres Potential für stärkere Tiefdrucksysteme. Das ist im Übrigen auch der wesentliche Grund, warum der Winter 2015/16 erneut zu warm ausfallen wird. Der stetige Kaltluftzustrom über dem östlichen Kanada in Richtung Neufundland, hat die Tiefdrucksysteme auf dem Atlantik in raschen Abständen entstehen und im weiter Abfolge nach Mitteleuropa ziehen lassen. Somit war eine Unterbrechung des überwiegend westlich orientierten Zirkulationsmusters kaum möglich. Man spricht bei einer solch "eingefahrenen" Wetterentwicklung von einer ausgeprägten Erhaltungsneigung, dem irgendwann ein Ausgleichsverhalten nachfolgt. Was ist ein Ausgleichsverhalten? Das Wetter ist bestrebt gewisse Wetterlagen auszugleichen. So folgt bspw. einer längeren trockenen und milden Wetterphase eine kühle und nasse Wetterlage nach.

Gut war das nach den letzten beiden Winter zu beobachten, welche ebenfalls deutlich zu warm waren. War der März und April noch zu warm/normal, war der Mai hingegen normal/zu kalt und zu nass.

Was ist für das Wetter im Frühling 2016 zu erwarten? Das Langfristmodell, welches rückblickend für den Winter 2015/16 bereits im September 2015 eine gute Wetterprognose ablieferte, simuliert den März mit einer Temperaturabweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert von +1/+2 Grad zu mild/zu warm, den April mit -0,5/+0,5 Grad normal und den Mai mit -1/+0,5 Grad leicht zu kalt. Im Niederschlagsverhalten zeigt sich der März leicht positiv (zu nass), der April positiv (deutlich zu nass) und der Mai neutral. Das passt soweit also ganz gut in das Schema des Ausgleichsverhaltens. Geht es nach dem Langfristmodell des Deutschen Wetterdienstes, so liegt die Wahrscheinlichkeit für einen zu kalten Frühling bei 22 Prozent, für einen normalen Frühling bei 35 Prozent und für einen zu warmen Frühling bei 43 Prozent. In den kommenden Tagen erfolgen an dieser Stelle regelmäßiger Wettervorhersagen, Wetterprognosen und Wettertrends für das Wetter Frühling 2016.

Das Wetter-Jahr 2022 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2022 +2,8 +3,3 +1,9 55,3 l/m² - etwas zu trocken
Februar 2022 +4,5 +4,1 +3,0 84 l/m² - zu nass
März 2022 +5,1 +1,6 +0,5 14,4 l/m² - extrem zu trocken
April 2022 +7,8 +0,4 -1,2 55 l/m² - leicht zu trocken
Mai 2022 +14,4 +2,3 +1,3 46 l/m² - erheblich zu trocken
Juni 2021 +18,6 +3,6 +2,6 94 l/m² - etwas zu nass
Juli 2021 +18,4 +1,4 +0,0 103 l/m² - zu nass
August 2021 +16,5 -0,06 -1,4 102 l/m² - zu nass
September 2021 +15,2 +1,8 +1,3 36 l/m² - zu trocken
Oktober 2021 +9,65 +0,6 +0,2 46 l/m² - zu trocken
November 2021 +4,9 +0,9 +0,1 48,9 l/m² - zu trocken
Dezember 2021 +2,6 +1,8 +0,8 62 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2022 +6,9 +2,3 +1,0 254,7 l/m² - zu trocken
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