Wetter Frühling 2016 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Frühling 2016 - Wetterprognose vom 28. Februar

Der Wochenverlauf gestaltet sich überwiegend wechselhaft, wobei ab mittleren Lagen auch Schneefälle möglich sind, welche- je nach Intensität der Niederschläge - auch bis in tiefere Lagen in Schnee-, Schneeregen-, oder Graupel niedergehen können. Insbesondere am Montag, bzw. auch in der Nacht auf Dienstag kann etwa südlich einer Linie Mannheim - Dresden vielerorts eine Schneedecke von 0,5-7 cm erwartet werden (s. Wettervorhersage März).

Im Zeitraum zwischen dem 5./11. März haben sich die Simulationen der Wettermodelle gegenüber den letzten Tagen kaum verändert. So simuliert das amerikanische Wettermodell das Hochdrucksystem über den Azoren in etwas nördlicherer Position, was die Tiefdrucksysteme auf dem Atlantik dazu zwingt, weiter nach Norden auszuweichen und auf der Rückseite des Hochdrucksystems nach Süden hin abzutropfen. Somit gelangen aus nordwestlichen Richtungen weiterhin nasskalte Temperaturwerte nach Deutschland, Österreich und der Schweiz, welche über dem Norden und Nordwesten von Deutschland - aufgrund der relativ warmen Nordsee - auch milder ausfallen können. Die Schneefallgrenze schwankt zumeist über den mittleren Lagen zwischen 400-800 Meter und kann zeitweilig darunter und auch darüber liegen (je nach Intensität der Niederschläge). Im Zeitraum zwischen dem 10./15. März kann das Azorenhoch - zum aktuellen Stand - eine Hochdruckbrücke zu einem Hochdrucksystem über der Barentssee aufbauen und somit die atlantische Frontalzone komplett abschnüren, bzw. blockieren. In Folge daraus dreht die Grundströmung über Deutschland, Österreich und der Schweiz auf nördliche bis nordöstliche Richtungen. Anders formuliert ist nach dieser Simulation kaum von frühlingshaften Temperaturen jenseits der +13 Grad Marke bis Mitte März auszugehen, vielmehr ist eine Erhaltung der nasskalten Werte wahrscheinlicher.

Das europäische Wettermodell stützt die Entwicklung des amerikanischen Wettermodells weitgehend, so dass die nasskalte Witterungsphase bis 10. März sehr wahrscheinlich geworden ist. Aber auch die Kontrollläufe simulieren mehrheitlich die nasskalte Entwicklung. Besonders deutlich zeigt sich das anhand der Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+1) / normal (+2/+7) / zu warm (>+8), welche am 6. März bei 10/80/10 und am 14. März bei 15/55/30 liegen. Wie hoch sind die Wahrscheinlichkeiten für frühlingshafte Temperaturen von +12/+15 Grad? Die liegen demnach am 14. März bei rund 10 Prozent.

Was macht der Polarwirbel? Das Minor-Warming in Stratosphärenhöhe mit anschließend möglichen Major-Warming ist ein untrügliches Indiz für den Ende des Winters und der fortschreitenden Jahreszeit, denn der Polarwirbel kann dadurch final geschwächt werden und verhält sich demnach der Jahreszeit entsprechend. Durch die Instabilität bedingt gibt es eine höhere Neigung zu Trogwetterlagen über Mitteleuropa, die Frage die noch zu klären bleibt, ist, ob Deutschland auf der warmen Vorder- oder Rückseite des Troges oder in das kühle bis kalte Trogzentrum gelangen kann. Der AO-Index hat eine klar negative Bewertung, aber auch der NAO-Index neigt sich zum Zeitraum ab dem 10. März langsam in den neutralen bis leicht negativen Bereich. Auch das ist als Unterstützung für eine längere nasskalte Witterungsperiode zu bewerten, welche Anfang bis Mitte März absolut normal ist. Wir sind des Öfteren gefragt worden, ob sich denn schon ein Wettertrend für das Wetter an Ostern erstellen lässt - das nicht direkt, aber die ersten hypothetischen Annahmen können Sie im ersten Witterungstrend für das Wetter Ostern 2016 nachlesen.
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Wetter Frühling 2016 - Wettertrend vom 27. Februar

Ob das mit dem Frühling, bzw. frühlingshaften Temperaturen so schnell was wird, darf auch nach den heutigen Simulationen in Frage gestellt werden. So bleibt die Vb-Tiefdruckentwicklung am Montag intakt und könnte vor allem über den südlichen Landesteilen oberhalb etwa 400-700 Meter noch einmal für eine ordentliche Neuschneedecke sorgen (s. Wettervorhersage Februar | Schneeprognose), bevor in den ersten März-Tagen die Grundströmung auf nordwestliche Richtungen dreht und weiterhin Tiefdrucksysteme der atlantischen Frontalzone über Deutschland, Österreich und die Schweiz hin wegführen kann. Die Folge daraus ist ein Fortbestand der weitgehend nasskalten Witterung mit Schneeoptionen ab den mittleren Lagen (400-800 Meter) (s. Wettervorhersage März).

Die dazugehörige Großwetterlage zeigt sich der Form, als dass das Azorenhoch sich relativ weit nach Norden erstreckt und auf seiner östlichen Seite die Tiefdrucksysteme nach Süden abtropfen lässt. Durch unentwegt nachrückende Tiefdrucksysteme bleibt die Wetterlage weitgehend "stabil", wenngleich dies auch bedeutet, dass der Zeitraum vom 1./5. März niederschlagsreich ausfallen kann. Erfahrungsgemäß sind bei Nordwestwetterlagen über dem Westen und Süden mehr Niederschläge als über dem Norden und Osten zu erwarten - insbesondere über den Staulagen der Mittelgebirge und der Alpen kann so einiges an Niederschlag zusammenkommen.

Im Zeitraum zwischen dem 5./13. März bleibt nach den aktuellen Simulationen des amerikanischen Wettermodells die Großwetterlage weitgehend erhalten, wenngleich zum 9./10. März das Azorenhoch sich in Keilform noch weiter nach Norden in Richtung Grönland ausdehnen kann, was über Mitteleuropa die Trogneigung eher noch erhöht, da die atlantische Frontalzone in solch einem Fall komplett blockiert werden könnte. Wäre nun Januar, so hätte das eine "Einwinterung" zur Folge - im März sind hingegen mit höherem Sonnenstand Temperaturen zwischen +1/+7 Grad, teils bis +9 Grad zu erwarten.

Anders formuliert bestätigen sich heute die Simulationen der letzten Tage erneut und es ergibt sich daraus eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für einen nasskalten Temperaturtrend im ersten März-Drittel, welcher zudem auch noch Teile des zweiten März-Drittels mit beeinflussen kann. Der Mittelwert der Temperaturen liegt im Zeitraum 5./13. März zumeist im Bereich zwischen +4/+6 Grad und entspricht durchaus dem für die Jahreszeit typischen Wert.

Das kräftige Minor-Warming bleibt mit Potential zum Major-Warming in Stratosphärenhöhe intakt und löst eine weitere - voraussichtlich auch Finale - Instabilität des Polarwirbels auf, bevor dieser sich auch der fortgeschrittenen Jahreszeit anpassen wird. Allerdings passt diese Entwicklung ganz gut zu dem länger andauernden Trogansatz über Mitteleuropa. Der AO-Index bleibt negativ, der NAO-Index allenfalls neutral simuliert - auch das sind Indizien für einen Trogansatz - wäre der NAO-Index komplett negativ, so wäre ein Trog Mitteleuropa sehr wahrscheinlich und hätte wohl auch für längere Zeit Bestand.

Das Langfristmodell simuliert für den März eine Abweichung der Mitteltemperatur gegenüber dem langjährigen Mittelwert von -0,5/+1 Grad im normalen bis leicht zu milden Bereich, während der April und Mai mit einer Abweichung von -0,5/+0,5 Grad weitgehend normal ausfallen können. In der Niederschlagserwartung zeigt sich der März normal, der April und Mai leicht zu nass gegenüber dem Sollwert. Nach milden Wintern ist eine normale bis leicht unterkühlte Frühlingsvariante aber nichts ungewöhnliches und kann sich unter Umständen bis zum Anfang des Sommers durchziehen (einer Erhaltungsneigung folgt oftmals das Ausgleichsverhalten).

Wetter Frühling 2016 - Wettertrend vom 26. Februar

Für Ende Februar und Anfang März zeigen sich heute bestätigende Simulationen der Wettermodelle für eine weitgehend nasskalte Witterung bis zum 5. März. Fraglich im Detail bleibt dabei das Mittelmeertief und dessen Zugbahn am kommenden Montag, welches durchaus Potential für Überraschungen in Form von teils kräftigem Schneefall über mittleren Lagen haben könnte (Details s. Wettervorhersage Februar und Wetterprognose März).

Im Zeitraum 5./12. März weisen die Simulationen weiterhin ein großes Entwicklungsspektrum aus, welches zwischen nasskalten über milde bis hin zu frühlingshaften Temperaturempfindungen reichen kann. Die Frage die es aber zu beantworten gilt: welches der Szenarien ist wahrscheinlicher? Bereits gestern sind wir auf das Wettergeschehen in Stratosphärenhöhe näher eingegangen, wo sich derzeitig ein Minor-Warming entwickeln kann und voraussichtlich zum 5. März mit einer Höchsttemperatur von +4 Grad sein vorläufigen Höhepunkt erreicht. Auch heute wird im Zeitraum darüber hinaus der Ansatz eines Major-Warmings simuliert. Das Resultat daraus wird eine "Sprunghaftigkeit" der Simulationen der Wettermodelle von Lauf zu Lauf sein, da die Daten eines Major-Warmings zwar in die Berechnungen mit einfließen, die Auswirkungen auf den Polarwirbel aber vielseitig sein können.

Kommt es jedoch zu einem Major-Warming mit anschließendem Polarwirbelsplit, so ist die Wahrscheinlichkeit einer Trogwetterlage über Mitteleuropa sehr hoch. Nicht selten strebt das Azorenhoch dabei über Grönland in Richtung Polregion und blockiert somit die atlantische Frontalzone, während östlich davon über Mitteleuropa kühlere Luftmassen nach Süden geführt werden können. Diese Variante wird auch aktuell von der Simulation des amerikanischen Wettermodells berechnet, so dass das nasskalte Wetter mit winterlichen Optionen ab mittleren Lagen im Zeitraum 5./12. März durchaus eine wahrscheinliche Variante sein kann.

Allerdings sei die Schwankungsbreite bemerkt - beispielsweise simulierte das gleiche Wettermodell heute Morgen noch einen Frühlingsausbruch zum 10. März. Aber auch in dieser Variante war ein Trog Mitteleuropa hierfür verantwortlich - Deutschland lag eben zu diesem Zeitpunkt auf der warmen Vorderseite des Troges.

Die Kontrollläufe bestätigen die Unsicherheiten, weisen jedoch in ihrem Mittelwert - seit Tagen - eine höhere Wahrscheinlichkeit für den nasskalten Temperaturtrend im Zeitraum 5./12. März aus. Zwei weitere Faktoren, welche einen nachhaltigen Frühlingsausbruch weniger wahrscheinlich machen ist der deutlich negative AO Index und der mittlerweile neutrale bis leicht negative NAO Index im Zeitraum 3./12. März. Beides sind Indikatoren für Wetterlagen, welche aus nordwestlichen bis nördlichen Richtungen kommen können. Noch etwas deutlicher zeigt sich der Wettertrend in den Verhältnissen der Kontrollläufe von zu kalt (<+0) / normal (+1/+6) / zu warm (>+7), welche am 12. März bei 30/50/20 liegen und den raschen Einzug des Frühlings - zumindest zum aktuellen Zeitpunkt - in Frage stellen.

Wetter Frühling 2016 - Wettertrend vom 25. Februar

Als frühlingshaft ist die Wetterentwicklung Anfang März nicht zu bezeichnen. Örtlich kann in mittleren Lagen eine dicke Schneedecke anzutreffen sein, welche bei einer nasskalten Witterung voraussichtlich in den ersten März-Tagen noch erhalten bleiben kann. Die Details hierzu sind jedoch Aufgrund eines Mittelmeertiefs und dessen Zugbahn noch komplex, so dass Veränderungen durchaus in die eine wie auch andere Richtung möglich sind (Details s. Wettervorhersage Februar und Wetterprognose März).

Im Zeitraum zwischen dem 5./10. März wird - zum heutigen Stand - wohl ein ganz anderes Wetterphänomen für die weitere Entwicklung verantwortlich sein und hat seinen Ursprung über dem Polarwirbel in Stratosphärenhöhe in Form eines kräftigen Minor-Warmings, welches am 2./3. März beginnt und seinen Höhepunkt mit einer Temperatur von +4/+8 Grad voraussichtlich am 5. März erreichen kann. Somit steigt die Temperatur binnen kürzester Zeit von -72 Grad auf +4/+8 Grad um 76/80 Grad und hat in seiner Struktur und Form weiterhin das Potential für ein Major-Warming. Was wären die Folgen daraus? Der Polarwirbel selbst wird zunehmend instabiler und je nachdem ob das Major-Warming tatsächlich gelingt, kann der Polarwirbel mit einem abschließenden Final-Warming auch komplett in seiner Gesamtstruktur gestört werden. Das amerikanische Wettermodell simuliert im Ansatz einen deutlich gestörten Polarwirbel im Zeitraum 4./11. März, wobei dessen Auswirkungen noch mit einer gewissen Vorsicht zu betrachten sind.

Warum? Störimpulse über der Polarregion können weiter südlich zu unterschiedlichen Wetterentwicklungen führen. Nicht selten werden die Berechnungen der Wettermodelle in der Folgezeit zunehmend "Sprunghafter". So steigt mit einem Polarwirbelsplit die Wahrscheinlichkeit für Trogwetterlagen, welche jedoch auch eine warme Vorder- und Rückseite haben. Auch das wird wohl in den kommenden Tagen in den Berechnungen der Wettermodelle vermehrt auftreten, bzw. berücksichtigt werden. Und was hat das zu bedeuten? Kurz und knapp: von nasskalten Temperaturen mit Schneefall bis auf mittlere Lagen hinab bis hin zu frühlingshaften Temperaturen von +13/+18 Grad ist im Zeitraum 5./11. März noch alles möglich.

Deutlicher zeigt sich das anhand der Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+0) / normal (+1/+6) / zu warm (>+7), welche am 6. März bei 10/50/40 und am 11. März bei 5/50/45 liegen und den nasskalten bis milden Temperaturtrend bestätigen. Der Mittelwert der Kontrollläufe bewegt sich dabei durchaus im Jahreszeit-typischen Umfeld.

Geht es nach der aktuellen Wettervorhersage des Langfristmodells, so hat der März gegenüber dem langjährigen Mittelwert eine Abweichung von +0,5/+2 Grad und somit eine zu warme Temperaturtendenz. Anders die weiteren Frühlingsmonate April und Mai, welche mit einer Temperaturabweichung von -0,5/+0,5 Grad weitgehend normal ausfallen könnten. In der Niederschlagserwartung sind im März und Mai keine sonderlichen Abweichungen gegenüber dem Soll feststellbar, während der April zu nass ausfallen könnte. Anders ausgedrückt könnten sich die Temperaturen nach den deutlich zu warmen Monate über die Frühlingsmonate normalisieren.

Das Wetter-Jahr 2022 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2022 +2,8 +3,3 +1,9 55,3 l/m² - etwas zu trocken
Februar 2022 +4,5 +4,1 +3,0 84 l/m² - zu nass
März 2022 +5,1 +1,6 +0,5 14,4 l/m² - extrem zu trocken
April 2022 +7,8 +0,4 -1,2 55 l/m² - leicht zu trocken
Mai 2022 +14,4 +2,3 +1,3 46 l/m² - erheblich zu trocken
Juni 2021 +18,6 +3,6 +2,6 94 l/m² - etwas zu nass
Juli 2021 +18,4 +1,4 +0,0 103 l/m² - zu nass
August 2021 +16,5 -0,06 -1,4 102 l/m² - zu nass
September 2021 +15,2 +1,8 +1,3 36 l/m² - zu trocken
Oktober 2021 +9,65 +0,6 +0,2 46 l/m² - zu trocken
November 2021 +4,9 +0,9 +0,1 48,9 l/m² - zu trocken
Dezember 2021 +2,6 +1,8 +0,8 62 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2022 +6,9 +2,3 +1,0 254,7 l/m² - zu trocken
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