Als frühlingshaft ist die Wetterentwicklung Anfang März nicht zu bezeichnen. Örtlich kann in mittleren Lagen eine dicke Schneedecke anzutreffen sein, welche bei einer nasskalten Witterung voraussichtlich in den ersten März-Tagen noch erhalten bleiben kann. Die Details hierzu sind jedoch Aufgrund eines Mittelmeertiefs und dessen Zugbahn noch komplex, so dass Veränderungen durchaus in die eine wie auch andere Richtung möglich sind (Details s. Wettervorhersage Februar und Wetterprognose März).

Im Zeitraum zwischen dem 5./10. März wird - zum heutigen Stand - wohl ein ganz anderes Wetterphänomen für die weitere Entwicklung verantwortlich sein und hat seinen Ursprung über dem Polarwirbel in Stratosphärenhöhe in Form eines kräftigen Minor-Warmings, welches am 2./3. März beginnt und seinen Höhepunkt mit einer Temperatur von +4/+8 Grad voraussichtlich am 5. März erreichen kann. Somit steigt die Temperatur binnen kürzester Zeit von -72 Grad auf +4/+8 Grad um 76/80 Grad und hat in seiner Struktur und Form weiterhin das Potential für ein Major-Warming. Was wären die Folgen daraus? Der Polarwirbel selbst wird zunehmend instabiler und je nachdem ob das Major-Warming tatsächlich gelingt, kann der Polarwirbel mit einem abschließenden Final-Warming auch komplett in seiner Gesamtstruktur gestört werden. Das amerikanische Wettermodell simuliert im Ansatz einen deutlich gestörten Polarwirbel im Zeitraum 4./11. März, wobei dessen Auswirkungen noch mit einer gewissen Vorsicht zu betrachten sind.

Warum? Störimpulse über der Polarregion können weiter südlich zu unterschiedlichen Wetterentwicklungen führen. Nicht selten werden die Berechnungen der Wettermodelle in der Folgezeit zunehmend "Sprunghafter". So steigt mit einem Polarwirbelsplit die Wahrscheinlichkeit für Trogwetterlagen, welche jedoch auch eine warme Vorder- und Rückseite haben. Auch das wird wohl in den kommenden Tagen in den Berechnungen der Wettermodelle vermehrt auftreten, bzw. berücksichtigt werden. Und was hat das zu bedeuten? Kurz und knapp: von nasskalten Temperaturen mit Schneefall bis auf mittlere Lagen hinab bis hin zu frühlingshaften Temperaturen von +13/+18 Grad ist im Zeitraum 5./11. März noch alles möglich.

Deutlicher zeigt sich das anhand der Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+0) / normal (+1/+6) / zu warm (>+7), welche am 6. März bei 10/50/40 und am 11. März bei 5/50/45 liegen und den nasskalten bis milden Temperaturtrend bestätigen. Der Mittelwert der Kontrollläufe bewegt sich dabei durchaus im Jahreszeit-typischen Umfeld.

Geht es nach der aktuellen Wettervorhersage des Langfristmodells, so hat der März gegenüber dem langjährigen Mittelwert eine Abweichung von +0,5/+2 Grad und somit eine zu warme Temperaturtendenz. Anders die weiteren Frühlingsmonate April und Mai, welche mit einer Temperaturabweichung von -0,5/+0,5 Grad weitgehend normal ausfallen könnten. In der Niederschlagserwartung sind im März und Mai keine sonderlichen Abweichungen gegenüber dem Soll feststellbar, während der April zu nass ausfallen könnte. Anders ausgedrückt könnten sich die Temperaturen nach den deutlich zu warmen Monate über die Frühlingsmonate normalisieren.

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