Der meteorologische Winter endet mit dem Februar und der Frühling beginnt mit dem 1. März. Geht es nach den aktuellen Simulationen der Wettermodelle, so könnte der Winter noch mit kräftigen Schneefall, Dauerfrost über den östlichen und südöstlichen Landesteilen enden, während es über dem Westen und Norden bei nasskalten Werten zwischen +1/+5 Grad weitgehend trocken bleiben kann (s. Wettervorhersage Februar).

Der Frühling startet also mit hoher Wahrscheinlichkeit teils winterlich, teils nasskalt. Zwar lassen die Niederschläge über dem Osten und Südosten am 1. März nach, die Temperaturen können jedoch mit -2/+2 Grad vielerorts auch im Dauerfrostbereich liegen und somit die Schneedecke über dem Osten und Südosten erhalten. Über dem Westen und Norden sind hingegen mit +1/+6 Grad nasskalte Temperaturwerte zu erwarten.

Darüber hinaus simuliert das amerikanische Wettermodell im Zeitraum 2./5. März weitere Tiefdrucksysteme aus nordwestlichen Richtungen kommend, welche den Wettercharakter über Deutschland, Österreich und der Schweiz mit nasskalten Temperaturwerten und einem unbeständigen Wetter beeinflussen können. Die Schneefallgrenze schwankt demnach zwischen 400-700 Meter, wobei die Niederschläge selbst auch kräftiger und länger andauernd ausfallen können.

Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so liegt das Tiefdruckzentrum über Skandinavien und damit nördlicher als nach dem amerikanischen Wettermodell. In Folge dessen gelangt Deutschland auf den westlichen bis südwestlichen Strömungsgradienten des Tiefdrucksystems, so dass die Temperaturen mit +4/+10 Grad milder ausfallen können und die Schneefallgrenze bis zum 5. März langsam bis auch höhere Lagen ansteigen kann.

Vieles wird für die kommende Wetterentwicklung auch noch von der Zugbahn des Vb-Tiefdrucksystems Ende Februar abhängen. Die Kontrollläufe stützen in den ersten März-Tagen mehrheitlich die nasskalte Temperaturvariante. So liegt das Temperaturspektrum am 1. März zwischen -4/+6 Grad (Mittelwert: +0/+1 Grad über dem Süden und Westen und +4 Grad über dem Norden und Westen) und am 6. März zwischen -1/+15 Grad (Mittelwert: +4 Grad über dem Süden und Osten und +5/+6 Grad über dem Westen und Norden).

Interessant sind jedoch starke Abweichungen von Einzelvarianten in den Kontrollläufen, welche die Zufuhr von noch kälteren Luftmassen simulieren. Woran liegt das und was für Folgen hätte das für die Wetterentwicklung? Hierzu gilt es den Polarwirbel und dessen Zustand hinsichtlich der Stabilität zu untersuchen. Dieser zeigt sich mit einem weitgehend negativen AO-Index Ende Februar/Anfang März in einem instabilen Zustand, so dass hier noch schwaches Potential für ein Polarwirbelsplit vorhanden bleibt. Blickt man etwas höher in die Stratosphärenregion, so zeigt sich Anfang März die neuerliche Entwicklung eines Minor-Warmings, welches noch im ersten März-Drittel - zum heutigen Stand - das Potential zu einem Major-Warming aufweisen kann. Anders formuliert ist zum heutigen Stand eine nasskalte Witterungsphase im ersten März-Drittel wahrscheinlicher, als eine frühlingshafte Wetterentwicklung.

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