Der Wochenverlauf gestaltet sich überwiegend wechselhaft, wobei ab mittleren Lagen auch Schneefälle möglich sind, welche- je nach Intensität der Niederschläge - auch bis in tiefere Lagen in Schnee-, Schneeregen-, oder Graupel niedergehen können. Insbesondere am Montag, bzw. auch in der Nacht auf Dienstag kann etwa südlich einer Linie Mannheim - Dresden vielerorts eine Schneedecke von 0,5-7 cm erwartet werden (s. Wettervorhersage März).

Im Zeitraum zwischen dem 5./11. März haben sich die Simulationen der Wettermodelle gegenüber den letzten Tagen kaum verändert. So simuliert das amerikanische Wettermodell das Hochdrucksystem über den Azoren in etwas nördlicherer Position, was die Tiefdrucksysteme auf dem Atlantik dazu zwingt, weiter nach Norden auszuweichen und auf der Rückseite des Hochdrucksystems nach Süden hin abzutropfen. Somit gelangen aus nordwestlichen Richtungen weiterhin nasskalte Temperaturwerte nach Deutschland, Österreich und der Schweiz, welche über dem Norden und Nordwesten von Deutschland - aufgrund der relativ warmen Nordsee - auch milder ausfallen können. Die Schneefallgrenze schwankt zumeist über den mittleren Lagen zwischen 400-800 Meter und kann zeitweilig darunter und auch darüber liegen (je nach Intensität der Niederschläge). Im Zeitraum zwischen dem 10./15. März kann das Azorenhoch - zum aktuellen Stand - eine Hochdruckbrücke zu einem Hochdrucksystem über der Barentssee aufbauen und somit die atlantische Frontalzone komplett abschnüren, bzw. blockieren. In Folge daraus dreht die Grundströmung über Deutschland, Österreich und der Schweiz auf nördliche bis nordöstliche Richtungen. Anders formuliert ist nach dieser Simulation kaum von frühlingshaften Temperaturen jenseits der +13 Grad Marke bis Mitte März auszugehen, vielmehr ist eine Erhaltung der nasskalten Werte wahrscheinlicher.

Das europäische Wettermodell stützt die Entwicklung des amerikanischen Wettermodells weitgehend, so dass die nasskalte Witterungsphase bis 10. März sehr wahrscheinlich geworden ist. Aber auch die Kontrollläufe simulieren mehrheitlich die nasskalte Entwicklung. Besonders deutlich zeigt sich das anhand der Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+1) / normal (+2/+7) / zu warm (>+8), welche am 6. März bei 10/80/10 und am 14. März bei 15/55/30 liegen. Wie hoch sind die Wahrscheinlichkeiten für frühlingshafte Temperaturen von +12/+15 Grad? Die liegen demnach am 14. März bei rund 10 Prozent.

Was macht der Polarwirbel? Das Minor-Warming in Stratosphärenhöhe mit anschließend möglichen Major-Warming ist ein untrügliches Indiz für den Ende des Winters und der fortschreitenden Jahreszeit, denn der Polarwirbel kann dadurch final geschwächt werden und verhält sich demnach der Jahreszeit entsprechend. Durch die Instabilität bedingt gibt es eine höhere Neigung zu Trogwetterlagen über Mitteleuropa, die Frage die noch zu klären bleibt, ist, ob Deutschland auf der warmen Vorder- oder Rückseite des Troges oder in das kühle bis kalte Trogzentrum gelangen kann. Der AO-Index hat eine klar negative Bewertung, aber auch der NAO-Index neigt sich zum Zeitraum ab dem 10. März langsam in den neutralen bis leicht negativen Bereich. Auch das ist als Unterstützung für eine längere nasskalte Witterungsperiode zu bewerten, welche Anfang bis Mitte März absolut normal ist. Wir sind des Öfteren gefragt worden, ob sich denn schon ein Wettertrend für das Wetter an Ostern erstellen lässt - das nicht direkt, aber die ersten hypothetischen Annahmen können Sie im ersten Witterungstrend für das Wetter Ostern 2016 nachlesen.

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