In der aktuellen Wetterprognose für das zweite Dezember-Drittel simulieren die Wettermodelle in einigen Varianten sehr warme Berechnungen. Insbesondere das europäische Wettermodell sticht dabei mit bis zu +12 Grad in 1.400 Meter Höhe zum 18. Dezember besonders hervor. Je nach Nebelauflösung hätte das in tieferen Lagen Temperaturen von +7/+18 Grad zur Folge. Ob das so eintreten mag, bleibt noch abzuwarten, da die Konstellation und Intensität der Systeme zueinander im Detail noch nicht sichergestellt ist. Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass das Temperaturniveau bis zum 18. Dezember gegenüber dem Jahreszeit-typischen Niveau im zu warmen Bereich verbleiben kann.

Interessant bleibt die mögliche Wetterentwicklung in der Vorweihnachtszeit, bzw. um Weihnachten herum. So simuliert das amerikanische Wettermodell einen rasanten Wetterwechsel im Zeitraum 19./20. Dezember, bei der das Tiefdrucksystem über den Azoren rasch bis über Skandinavien abzieht und rückseitig kühlere Luftmassen nach Deutschland führen kann. So könnten die Temperaturen am 19. Dezember noch zwischen +10/+18 Grad und am 20. Dezember zwischen +3/+8 Grad liegen. Im weiteren Verlauf könnten bis zum 22. Dezember noch etwas kühlere Luftmassen nach Deutschland, Österreich und der Schweiz einfließen, so dass die Temperaturen mit -1/+5 Grad über dem Süden vielfach im nasskalten Bereich und über dem Norden mit +3/+7 Grad im relativ milden Bereich liegen können. So wären nach dieser Simulation kurz vor Weihnachten über dem Süden ab den mittleren Lagen Schnee, Schneeregen oder Graupel nicht auszuschließen. Turbulent geht es dann über Weihnachten weiter. Zunächst kann sich bis zum 24. Dezember ein Hochdrucksystem in die Nähe zu Deutschland positionieren, so dass im Verbund mit atlantischen Tiefdrucksystemen wieder mildere Luftmassen herangeführt werden könnten, während zum 25./26. Dezember ein Sturmtief wieder für kühlere Temperaturen sorgen kann.

Im Kern bleibt diese Simulation weiterhin unwinterlich, sie bietet jedoch Optionen für nasskalte Witterungsverhältnisse, bei der ab mittleren Lagen (400-800 Meter) Schneefall nicht auszuschließen ist. Interessant sind jedoch die Setups, welche sich gegenüber den letzten Tagen wenig verändert haben. Das Kaltluftpotential bleibt nördlich von Europa erhalten und der Polarwirbel erfährt im Zeitraum entlang seiner Polarfront eine zunehmende Wellenbewegung. Insofern dürften sich die Simulationen der Wettermodelle in den kommenden Stunden und Tage noch hin und her bewegen. Wie groß das Entwicklungsspektrum zum Wetter an Weihnachten ist, zeigen die Kontrollläufe mit einer Temperaturdifferenz in der Höhe von bis zu 12 Grad - als halbwegs gesichert gelten Wetterprognosen, bzw. Wettervorhersagen, wenn die Differenz 2/4 Grad beträgt. Das Temperaturspektrum selbst liegt am 20. Dezember zwischen -2/+15 Grad (Mittelwert: +6/+7 Grad), am 24. Dezember zwischen -10/+14 Grad (Mittelwert: +5/+6 Grad) und am 26. Dezember zwischen -4/+10 Grad (Mittelwert: +4/+5 Grad). Wie stehen die Chancen auf weiße Weihnachten heute? Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (+0/+5) / zu warm (>+6) liegen am 20. Dezember bei 5/20/75, am 24. Dezember bei 10/15/75 und am 26. Dezember bei 20/35/45. Anders ausgedrückt sind - zum heutigen Stand - weiße Weihnachten in tiefere Lagen kaum, in mittleren Lagen wenig und in höheren Lagen durchaus wahrscheinlich. Gegen 21:00 Uhr erfolgt an dieser Stelle ein kurzes Update zum Wettertrend Weihnachten.
Aktualisierung:
Viel verändert hat sich tagsüber nichts. Das amerikanische Wettermodell simuliert heute Abend im Zeitraum 15./18. Dezember eine stramme und milde/warme Südwestwetterlage, welche vom 18./23. Dezember in eine turbulente milde Westwetterlage übergeht. Im Zeitraum 24./26. Dezember wird dann eine höhere Wellenbewegung entlang der Polarfront simuliert, wobei Deutschland, Österreich und die Schweiz - zum heutigen Stand - auf der warmen Trogvorderseite liegen kann. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so ist die Wetterentwicklung ganz ähnlich der Berechnung des amerikanischen Wettermodells. Sollte das so kommen, wäre mit einer stürmischen Vorweihnachtszeit zu rechnen, wobei nach der Simulation des europäischen Wettermodells die Kaltluft zum 21. Dezember nicht allzu weit von Deutschland entfernt ist. Auffällig in den Kontrollläufen ist die gegenüber dem langjährigen Mittelwert zu warme Temperaturentwicklung bis zum 23. Dezember, welche darüber hinaus eine sich neutralisierende Entwicklung aufweist. Anders ausgedrückt: warme Witterungsverhältnisse sind bis 20. Dezember sehr wahrscheinlich, darüber hinaus ergeben sich weitere Optionen. Deutlicher zeigt sich das anhand der Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (+0/+5) / zu warm (>+6), welche im Vergleich zu heute Mittag am 20. Dezember bei 0/5/95 (heute Mittag: 5/20/75), am 24. Dezember bei 15/25/60 (heute Mittag: 10/15/75) und am 26. Dezember bei 15/50/35 (heute Mittag: 20/35/45).

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