Die Wettermodelle bleiben ihren Simulationen der letzten Tage treu und simulieren im Zeitraum zwischen dem 17./20. Dezember erneut stürmische und wechselhafte Aussichten bei teils milden Temperaturen. Im Zeitraum zwischen dem 20./21. Dezember kommt es nach Abzug des Sturmtiefs zu typischen Rückseitenwetter mit einer erhöhten Schauerneigung und der Zufuhr kühlerer Luftmassen, so dass kurze Schneeregen-, Graupel- oder Schneeschauer in mittleren Lagen nicht auszuschließen - mit einem Wintereinbruch aber nicht gleichzusetzen sind und mit Tageswerten zwischen -1/+5 Grad eher als nasskalte Witterungsverhältnisse zu bezeichnen ist. Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so positioniert sich im Zeitraum 21./22. Dezember über Mitteleuropa ein Hochdruckkeil des Azorenhochs, so dass die Grundströmung kurzzeitig auf Südwest drehen kann. Gleichzeitig rückt vom Atlantik her kommend das nächste Sturmtief nach und "zwingt" das Hoch zum 23. Dezember sich in eine steilere Position in Richtung England zu verlagern. Zum 24. Dezember würde sich demnach eine schwache Nordwestwetterlage über Deutschland einstellen, so dass bei einer nasskalten Witterung voraussichtlich nur ab den mittleren Lagen die eine oder andere Schneeflocke zu sichten wäre - mit weißen Weihnachten hat aber auch das wenig zu tun. In einer weiteren Variante positioniert sich zum 23. Dezember über der Ostsee ein Sturmtief, so dass Deutschland mehr in den nordwestlichen Gradientenstrom gelangen kann. Zum 24. Dezember fehlt aber der nötige "Drift", so dass es auch hier nicht für weiße Weihnachten am 24. Dezember reichen mag. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so positioniert sich das Azorenhoch weiter nach Osten und landet mit seinem Kern zum 23. Dezember über dem Mittelmeer - Aufgrund der starken Tiefdruckaktivität über dem Atlantik kann sich vor Mitteleuropa ein schwacher Trog ausbilden, so dass die Grundströmung auf eine unwinterliche Südwest bis Südrichtung drehen kann. In Summe bleibt der Trend zum 24. Dezember nasskalt bis mild und wenig winterlich. Blickt man auf die Verhältnisverteilung der Kontrollläufe zwischen zu kalt/normal/zu warm, so geht der Trend mit 10/10/80 an Weihnachten zunehmend in Richtung milde Wetterverhältnisse. Schaut man auf die Verhältnisverteilung am 26. Dezember, so erkennt man eine leichte Verschiebung 15/35/50. Sind damit weiße Weihnachten vom Tisch? Nein. Warum? Spannend wird die Wetterentwicklung weit nördlich von Deutschland in der Form, als dass Kaltluftmassen im Zeitraum zwischen dem 19./23. Dezember weiter nach Osten über das europäische Nordmeer und bis zum 25. Dezember weiter bis über die Karasee verfrachtet werden können. Daraus ergeben sich viele Unsicherheiten und weitere Möglichkeiten, so dass die oben angegeben eigentlich klaren Verhältnisse zum heutigen Stand gar nicht so klar sind, da diese Kaltluftmassen grundsätzlich die Tiefdruckaktivität weiter in Richtung Skandinavien verlagern können, so dass eine sich einstellende nördliche Grundströmung im Zeitraum zwischen dem 24./26. Dezember nicht gänzlich auszuschließen ist, bisweilen aber eher theoretischer Natur ist und nur bedingt von den Simulationen gestützt werden kann. Das Temperaturspektrum liegt am 24. Dezember zwischen -3/+12 Grad (Mittelwert: +5/+6 Grad) und am 26. Dezember zwischen -4/+9 Grad (Mittelwert: +3/+5 Grad).

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