In den kommenden Tagen lässt der Niederschlag nach und zum verlängerten Wochenende hin kann es richtig warm werden, teils kann auch die +25 Grad Marke erreicht werden. Regionale Schauer und vereinzelte Gewitter sind bis zum 8. Mai grundsätzlich nicht auszuschließen (s. Wetter Frühling).

Die Großwetterlage zeigt sich bei beiden Wettermodellen ähnlich. Vereinfacht: ein Tief vor Mitteleuropa und ein Hoch über dem östlichen Europa - im Verbund beider Systeme werden warme, aber auch zunehmend feuchte Luftmassen aus südlichen Richtungen ach Norden bis über Deutschland, Österreich und die Schweiz geführt.

Diese Konstellation ist zunächst einmal als stabil zu bezeichnen. Ob sich das aber bis Pfingsten halten kann, ist zum heutigen Stand erneut in Frage zu stellen. Warum? In der Simulation des amerikanischen Wettermodells bleibt eine Entwicklungsvariante bereits seit Tagen dominieren: ein Hochdrucksystem zum 11./13. Mai über Skandinavien. Da die Tiefdruckrinne aber vor Mitteleuropa blockiert wird, weicht diese nach Süden aus. Je nachdem wie sich die Hochdruckachse über Skandinavien ausbildet, wird das Hoch von den Tiefdrucksystemen "unterwandert" oder eben blockiert.

In der heutigen Simulation wird das Hochdrucksystem "unterwandert", so dass mit einer östlichen bis südöstlichen Grundströmung von Süden her mehr und mehr feuchte Luftmassen herangeführt werden können. In Folge daraus steigt im Zeitraum 9./14. Mai das Schauer und Gewitterrisiko von Süden her kontinuierlich an. Die Temperaturen verbleiben aber in solch einer Variante im frühlingshaft milden bis warmen Bereich, so dass der Grundcharakter selbst als Mai-typisch bezeichnet werden kann (wenngleich der simulierte Mittelwert etwas zu warm ist).

Welche anderen Varianten gibt es noch? Sollte das Hochdrucksystem weiterhin eine blockierende Wirkung auf die atlantische Frontalzone haben, so könnte vor Mitteleuropa ein Trog zwischen Island, England, Azoren, Portugal und daraus ein meridionales Zirkulationsmuster (Nord-Süd, Süd-Nord) entstehen. Deutschland, Österreich und die Schweiz würden demnach zu Pfingsten auf der warmen Vorderseite des Troges liegen (Süd-Nord).

Eine weitere Variante zeigt sich mit einem nach Westen abziehenden Hochdruckkern, welches sich im weiteren Verlauf zu einem Hochdrucksystem zwischen den Azoren und Grönland ausbilden könnte. Sollte solch eine Variante sich entwickeln können, entspräche dies einer Konstellation, welche die Wettersingularität der sog. Eisheiligen (meist im Zeitraum zwischen dem 12./18. Mai) noch herbeiführen könnte. In Folge dessen würde das Wetter Pfingsten eher unbeständiger und kühler werden können.

Welche der Varianten ist zum heutigen Stand wahrscheinlicher? Geht es nach den Kontrollläufen, so ist eine abkühlende Variante, welche den Eisheiligen nahe kommt weniger wahrscheinlich. So liegt der Temperaturmittelwert am 15. Mai (Pfingstsonntag) bei verbreitet +19/+20 Grad und über dem Norden bei +18 Grad. Das mögliche Temperaturspektrum erstreckt sich zwischen +13/+25 Grad, was verdeutlicht, dass selbst die kühlsten Varianten in einem noch annehmbaren Bereich für Pfingsten liegen können. So liegen die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+13) / normal (+14/+19) / zu warm (>+19), am 11. Mai bei 5/20/75 und am 16. Mai (Pfingstmontag) bei 15/40/45. Die Wahrscheinlichkeit für Temperaturen zwischen +22/+24 Grad liegen am 11. Mai zum heutigen Stand bei 50 Prozent und am 16. Mai bei 30 Prozent.

Anzeige

 

Ihnen gefällt die Wetterprognose? Teilen Sie es anderen mit!