Wetter: Ab der Wochenmitte gelegentlicher Schneefall oder Schneeregen

| M. Hoffmann
Winterlich ab den mittleren Lagen © Martin Bloch

Eine gradientenschwache Wetterlage sorgt vielerorts für trübes Wetter. In der zweiten Wochenhälfte gesellt sich etwas Schneefall hinzu und kann über tieferen Lagen neben Schneeregen auch für Eisregen sorgen.

Eine gradientenschwache Wetterlage sorgt am 24. und 25. Januar (Di. und Mi.) über Deutschland für ein Wechselspiel aus Sonne, Wolken und hochnebelartiger Bewölkung. Mit Niederschlag oder Schneefall ist zunächst nicht zu rechnen. Ab Mittwochnachmittag ziehen von Norden Wolken auf und noch am Abend setzt über Niedersachsen und Schleswig-Holstein Niederschlag ein, der sich in der ersten Nachthälfte bis zu einer Linie nördlich von Rheinland-Pfalz und Usedom nach Süden ausdehnen kann. Der Niederschlag ist bei Temperaturen um den Gefrierpunkt meist in Form von Schnee zu erwarten, kann über tieferen Lagen von Regen durchsetzt sein. Sonst pendeln sich die Temperaturen zwischen +0 und +2 Grad ein und können in den kurzen sonnigen Momenten auf bis +5 Grad ansteigen. Über Nebelgebieten und oberhalb etwa 400 bis 600 Meter ist mit leichtem Dauerfrost zu rechnen.

Von Norden milder - über dem Süden leichter Schneefall

Eine Niederschlagsfront dehnt sich am 26. Januar (Do.) nach Süden aus und erreicht am Donnerstagabend die Alpen. Viel an Niederschlag ist nicht mehr zu erwarten. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt geht der Niederschlag südlich einer Linie von Rheinland-Pfalz und Berlin überwiegend als Schnee nieder, kann unterhalb von 200 bis 400 Meter auch von Regen oder Eisregen durchsetzt sein. Weiter nach Norden gelangen mit bis +5 Grad mildere Luftmassen nach Deutschland. Der Wind kommt schwach, aus überwiegend nördlichen Richtungen.

Schnee und Schneeregen über dem Süden

Eine Niederschlagsfront setzt sich am 27. Januar (Fr.) südlich einer Linie von Rheinland-Pfalz und Berlin fest und sorgt für zeitweiligen Niederschlag, der bei Temperaturen von +2 bis +0 Grad unterhalb etwa 200 bis 400 Meter als Schneeregen oder Regen niedergehen kann. Überdies ist bei Werten um den Gefrierpunkt mit länger andauerndem und nennenswerten Schneefall zu rechnen. Weiter nach Norden lässt der Niederschlag nach und über Teile von Niedersachsen und Schleswig-Holstein sind bei Temperaturen von +4 bis +0 Grad sonnige Momente möglich.

Leicht unbeständiges und zum Sonntag windiges Wetter

Am 28. und 29. Januar (Sa. und So.) kommt es bei überwiegend starker bis wechselnder Bewölkung zu gelegentlichen Schauern, die am Samstag ihren Schwerpunkt südlich einer Linie vom Schwarzwald und Sachsen, sowie über Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern haben können. Am Sonntag lässt der Niederschlag über dem Süden nach und über dem Norden verlagert dieser sich über Teile von Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin und Sachsen. Der Niederschlag geht am Samstag bei Werten +2 bis -2 Grad überwiegend als Schnee oder Schneeregen nieder. Am Sonntag steigen die Temperaturen über dem Norden auf +2 bis +6 Grad an und lassen den Niederschlag in eine flüssige Form übergehen. Südlich der Linie von Rheinland-Pfalz und Sachsen pendeln die Höchstwerte um den Gefrierpunkt. Der Wind frischt am Sonntag über Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern stark böig auf und zum Nachmittag sind über den Küsten von Nord- und Ostsee stürmische Windböen nicht ausgeschlossen. Weiter nach Süden bekommt man vom Wind nicht allzu viel mit.

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Das Wetter-Jahr 2022 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2022 +2,8 +3,3 +1,9 55,3 l/m² - etwas zu trocken
Februar 2022 +4,5 +4,1 +3,0 84 l/m² - zu nass
März 2022 +5,1 +1,6 +0,5 14,4 l/m² - extrem zu trocken
April 2022 +7,8 +0,4 -1,2 55 l/m² - leicht zu trocken
Mai 2022 +14,4 +2,3 +1,3 46 l/m² - erheblich zu trocken
Juni 2022 +18,3 +2,96 +1,96 58 l/m² - extrem trocken
Juli 2022 +19,1 +2,2 +0,8 37,1 l/m² - extrem trocken
August 2022 +20,22 +3,7 +2,3 48,5 l/m² - extrem trocken
September 2022 +13,4 +0,1 -0,4 98,9 l/m² - zu nass
Oktober 2022 +12,53 +3,53 +3,13 49,5 l/m² - zu trocken
November 2022 +6,4 +2,4 +1,6 49,6 l/m² - zu trocken
Dezember 2022 +1,8 +0,98 -0,02 64,8 l/m² - etwas zu trocken
Gesamtjahr 2022 +10,56 +2,3 +1,23 672 l/m² - zu trocken

Statistische Wetterwerte für Januar

Der Januar gilt aus statistischer Sicht als kältester und auch trockenster Wintermonat, bzw. auch Monat im gesamten Jahr.

  • Zwischen dem 13. und 26. Januar Hochwinter
  • Kontinentalhoch sorgt in diesem Zeitraum mit einer Wahrscheinlichkeit von 70 bis 80 Prozent für kalte Temperaturen
  • Bedingt durch die hohe statistische Wahrscheinlichkeit eines Hochwinters ist Schneefall selten
  • Häufiger gibt es im Januar Kahlfrost-Phasen
  • Liegt aber Schnee, so kann dieser über Tage hinweg konserviert werden

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