Wettervorhersage: Sturmtiefserie über Deutschland

| M. Hoffmann
Sturmtiefserie über Deutschland

Die atlantische Frontalzone dreht voll auf und sorgt mit einer ganzen Reihe von Sturmtiefsystemen für einen turbulenten und wechselhaften Wettercharakter.

Ein Zwischenhoch dominiert heute das Wetter über Deutschland. Sofern sich der nächtliche Nebel oder Hochnebel auflöst, ist südlich einer Linie von Bremen und Berlin mit Sonnenschein zu rechnen, der weiter nach Norden von vorüberziehenden Wolkenfeldern eingetrübt werden kann. Verbreitet bleibt es trocken, doch sind direkt an den Küsten ein paar wenige Regentropfen nicht auszuschließen. Der Wind kommt schwach aus südlichen Richtungen und frischt am Abend über dem Nordwesten auf. Die Temperaturen erreichen +6 bis +12 Grad.

Viele Wolken, etwas Regen

Die Bewölkung verdichtet sich am 8. Januar (So.) von Westen und nachfolgend setzt leichter Niederschlag ein, der sich zum Nachmittag zwischen einer Linie vom Schwarzwald und Berlin ausdehnen und sich zum Abend weiter nach Ost verlagern kann. Es handelt sich meist um leichten Niederschlag. Der Wind frischt über dem Westen böig aus südlichen Richtungen kommend auf und kann auch über dem östlichen Mittelgebirgsrand für stürmische Windböen sorgen, sonst bläst der Wind schwach bis mäßig. Die Temperaturen bleiben mit +6 bis +12 Grad für die Jahreszeit zu warm.

Eine Sturmtiefserie erreicht Deutschland

Im Zeitraum vom 9. bis 11. Januar (Mo., Di. und Mi.) erreicht gleich eine ganze Reihe von Tiefdrucksystemen Deutschland. Der Wind frischt stark böig auf und kann über exponierten Lagen und den Küstenregionen für stürmische Windböen sorgen. Über den Küsten und den höher gelegenen Regionen sind schwere Sturmböen nicht ausgeschlossen. Der Wind treibt Niederschlagsfelder über Deutschland hinweg, die in der Nacht auf Montag und in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch, sowie am Mittwoch für nennenswerten und regional auch ergiebigen Regen sorgen können. Kurze Gewitter sind nicht ausgeschlossen. Zwischendurch sind auch kurze sonnige Phasen möglich. Die Temperaturen erreichen am Montag +4 bis +8 Grad und steigen bis Mitte der Woche auf +8 bis +12 Grad und örtlich bis +14 Grad an.

Weiterhin stürmisches Januar-Wetter

Das eine Sturmtief zieht am 12. Januar (Do.) nach Osten ab und von Westen macht sich bereits das nächste bemerkbar. Der Tag beginnt über Baden-Württemberg und Bayern noch mit Sonnenschein, doch von Norden trübt sich der Himmel ein und über Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern sorgen die ersten schweren Sturmböen bereits für turbulentes Wetter. Der Wind treibt kräftigen Niederschlag von West nach Ost, der sich bis zum Abend nördlich einer Linie von Köln und Berlin nach Süden ausdehnen kann. Weiter nach Süden bleibt es trocken und die Temperaturen gehen mit +6 bis +12 Grad etwas zurück.

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Das Wetter-Jahr 2022 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2022 +2,8 +3,3 +1,9 55,3 l/m² - etwas zu trocken
Februar 2022 +4,5 +4,1 +3,0 84 l/m² - zu nass
März 2022 +5,1 +1,6 +0,5 14,4 l/m² - extrem zu trocken
April 2022 +7,8 +0,4 -1,2 55 l/m² - leicht zu trocken
Mai 2022 +14,4 +2,3 +1,3 46 l/m² - erheblich zu trocken
Juni 2022 +18,3 +2,96 +1,96 58 l/m² - extrem trocken
Juli 2022 +19,1 +2,2 +0,8 37,1 l/m² - extrem trocken
August 2022 +20,22 +3,7 +2,3 48,5 l/m² - extrem trocken
September 2022 +13,4 +0,1 -0,4 98,9 l/m² - zu nass
Oktober 2022 +12,53 +3,53 +3,13 49,5 l/m² - zu trocken
November 2022 +6,4 +2,4 +1,6 49,6 l/m² - zu trocken
Dezember 2022 +1,8 +0,98 -0,02 64,8 l/m² - etwas zu trocken
Gesamtjahr 2022 +10,56 +2,3 +1,23 672 l/m² - zu trocken

Statistische Wetterwerte für Januar

Der Januar gilt aus statistischer Sicht als kältester und auch trockenster Wintermonat, bzw. auch Monat im gesamten Jahr.

  • Zwischen dem 13. und 26. Januar Hochwinter
  • Kontinentalhoch sorgt in diesem Zeitraum mit einer Wahrscheinlichkeit von 70 bis 80 Prozent für kalte Temperaturen
  • Bedingt durch die hohe statistische Wahrscheinlichkeit eines Hochwinters ist Schneefall selten
  • Häufiger gibt es im Januar Kahlfrost-Phasen
  • Liegt aber Schnee, so kann dieser über Tage hinweg konserviert werden

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