In den kommenden zwei Wochen beginnen in den ersten Bundesländern bereits die Sommerferien und viele Fragen erreichen uns derzeit, wie sich wohl das Wetter weiter entwickeln wird. Bleibt es beim Auf und Ab oder kann sich noch im Juli eine halbwegs stabile Hochdruckwetterlage durchsetzen? Gemäß der Siebenschläferregel ist es nach der Singularität entscheidend, welches Zirkulationsmuster sich bis zum 10./11. Juli eingestellt hat. Blickt man auf die Simulationen der Wettermodelle, so ist das Zirkulationsmuster überwiegend meridional geprägt (Nord-Süd; Süd-Nord), so dass nach dieser Regel das Auf und Ab beim Wetter erhalten bleibt. Nun müssen diese Singularitäten nicht immer eintreffen - welche Varianten haben die Wettermodelle noch zu bieten? Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so fällt von Nordwest nach Südost ein Tiefdrucksystem nach dem anderen in die Lücke zwischen dem Azorenhoch und dem Hoch über Skandinavien, bzw. westl. Russland. Insofern bleibt es demnach im zwieten Juli-Drittel beim Auf und Ab mit warmen, teils heißen Vorderseitenwetter und nachfolgend mäßig warmen bis kühlen Rückseitenwetter. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so entsteht im Zeitraum zwischen dem 12./15. Juli eine schwach ausgeprägte Tiefdruckrinne zwischen Grönland, Skandinavien und Russland, was insgesamt wechselhaftes Wetter mit Schauern und Gewittern bei mäßig warmen bis sommerlichen Temperaturen zur Folge hat. Darüber hinaus positioniert sich zum 16. Juli ein Hochdrucksystem zwischen Grönland, nördlichen Skandinavien und westl. Russland, was einem Tief zwischen England und Island - vereinfacht ausgedrückt - die Dynamik nimmt und bis zum 20. Juli in Richtung Portugal/Azoren "abtropfen" kann. Der Gegenpol hierzu kommt über Afrika über das Mittelmeer in Form eines Hochdrucksystem in Richtung Deutschland, so das dies ein "Ausweg" aus dem bisherigen Zirkulationsmusters sein könnte. Die Kontrollläufe sind sich weitgehend einig - sehr wechselhafter Grundcharakter des Wetters im Zeitraum zwischen dem 12./20. Juli im Süden bei einem ansteigenden Temperaturtrend, während im Norden die Temperaturen zumeist knapp über dem langjährigen Temperaturmittel (1961-1990) liegen, bei einer deutlich niedrigeren Niederschlagswahrscheinlichkeit. Das Temperaturspektrum liegt bspw. am 10. Juli zwischen +15/+25 Grad (Mittelwert: Norden +24 Grad, Süden +18 Grad), am 15. Juli zwischen +17/+25 Grad (Mittelwert: +22 Grad) und am 20. Juli zwischen +16/+28 Grad (Mittelwert: Norden +21 Grad, Süden +23 Grad). Das Langfristmodell zeigt im Juli für den Mittelmeerraum einen leicht zu kühlen Trend, der über Deutschland weitestgehend normal ausfällt. In der Niederschlagsprognose wird ein deutlich zu nasser Juli in Aussicht gestellt, was aber auch an den derzeitigen Niederschlagsmengen liegen mag. Der August bleibt in der Simulation verhalten und weitestgehend normal mit einer leicht negativen Niederschlagserwartung.

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