Wetter Frühling 2013 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter im Frühling 2013 - Wettertrend vom 29. März

Der Blick auf die aktuellen Simulationen der Wettermodelle ist ernüchternd - die Zirkulation zeigt sich über den 6. April hinaus gestört und die Positionen der Wettersysteme lassen keine grundlegende Wetterveränderung zu. Das Hochdrucksystem zwischen Island und England blockiert alle Annäherungsversuche der Tiefdrucksysteme vom Atlantik her und lässt auf seiner Ostseite kalte Luft nach Mitteleuropa rauschen. So ist es nicht verwunderlich, dass der NAO-Index (Verhältnis Hoch Azoren, Tief Island) weiterhin negativ ist, was für die Fortdauer der kühlen Trogwetterlagen in Mitteleuropa spricht. Es ist im Wettertrend als sehr wahrscheinlich anzunehmen (44%), dass das unterkühlte Wetter noch bis zum 10. April anhalten wird. Soweit die Simulationen - gibt es andere Lösungen? Ja und zwar in der Form eines "kollabierenden" Systems. Beispielsweise ist das dann der Fall, wenn sich trotz negativer NAO die Tiefdrucksysteme auf der südlichen Bahn über dem Mittelmeer sehr warme Luftmassen in Richtung östliches Mitteleuropa "pumpen" können und durch die Ostströmung die milde Luft über Umwege nach Deutschland geführt wird. Eine weitere Variante ist ein sich zentralisierendes Tiefdrucksystem bei Spanien, welches mit einer südlichen Strömung die milde Luft nach Deutschland bringen kann. Warum ist das in den Simulationen nicht der Fall? Da die südlich gelagerten Frontensysteme über dem Mittelmeerraum "clustern", kommt es mit dem Abzug in Richtung Osten zu einem anhaltenden kalten Rückseitenstrom aus Norden, die eine südliche Anströmung verhindern. Es ist daher kaum verwunderlich, dass das Langfristmodell das Wetter im April zwischenzeitlich im Norden als deutlich zu kalt einstuft, während etwa südlich der Mittelgebirge leicht zu kalte bis normale Temperaturwerte erwartet werden können. Und trotz dieser "negativen" Aussichten - der Temperaturtrend ist weiterhin positiv, wenn auch nur sehr langsam ansteigend. Richtiges Frühlingswetter mit Temperaturen jenseites der +13/+15 Grad ist mit höherer Wahrscheinlichkeit erst im zweiten April-Drittel zu erwarten.
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Wetter im Frühling 2013 - Wettertrend vom 28. März

Die Zirkulation zeigt sich im ersten April-Drittel in den Simulationen der Wettermodelle auch heute überwiegend im "gestörten Zustand". Wetterbestimmend ist dabei ein Hoch zwischen Skandinavien und England, welches mit einer nordöstlichen Grundströmung unterkühlte Temperaturen nach Deutschland führt. Die Frontalzone der Tiefdrucksysteme auf dem Atlantik schafft es dabei nicht, sich bis nach Mitteleuropa durchzusetzen. Warmes Frühlingswetter ist zum aktuellen Stand im ersten April-Drittel wenig wahrscheinlich (28%). Und dennoch geht der Temperaturtrend langsam nach oben, so dass bis zum 10. April +5/+12 Grad nicht unwahrscheinlich sind. Das Langfristmodell rückt etwas von seiner milderen Variante ab und simuliert nun einen leicht zu kalten Norden, sonst überwiegend normale Temperaturverhältnisse gegenüber dem langjährigen Temperaturmittel. Aber wann wird es Frühling? Das kommt darauf an, welche Systematik sich durchsetzen wird - die Erhaltungsneigung oder das Ausgleichsverhalten. Kurze Erläuterung:
Das kalte Wetter kann durch die Erhaltungsneigung (immer die gleiche wiederkehrende Großwetterlage) über einen längeren Zeitraum hinaus verlängert werden. Andererseits kann durch das Ausgleichsverhalten die Nord-Süd Strömung in eine Süd-Nordströmung umgewandelt werden und ebenfalls lang anhaltend sein.
Setzt sich das Ausgleichsverhalten durch, so können die Temperaturen rasch ansteigen und über einen längeren Zeitraum trockenes Wetter mit sich bringen. In der Theorie ist es langsam an der Zeit für die Umstellung, da seit mehr oder minder Dezember 2012 die Erhaltungsneigung dominiert - schön wäre es, wenn sich das Wetter auch an Theorien halten würde.

Wetter im Frühling 2013 - Wettertrend vom 27. März

Dass das Wetter im April durchaus winterlich sein kann, hat sich in der Vergangenheit schon des Öfteren gezeigt. Und auch in diesem Jahr sprechen viele Randfaktoren dafür, dass der April seiner berühmt berüchtigten Wechselhaftigkeit gerecht wird. Der Grund liegt in der wenig strukturierten Zirkulation, die weiterhin als gestört zu bezeichnen ist. Solange der Jetstream über Mitteleuropa nicht anzieht, kann es immer wieder Kaltluftausbrüche aus dem Norden geben. So wird das auch in der heutigen Simulation des amerikanischen Wettermodells über den 5. April hinaus berechnet. Ein Hochdruckgebiet "wandert" - aufgrund der fehlenden Struktur - quer zwischen Skandinavien, England und den Azoren hin und her. Mal ergibt sich daraus das Potential für einen kräftigen Kaltluftausbruch, mal eine relativ warme Vorderseite - stabiles Wetter ist jedoch nicht zu erwarten. Die Wahrscheinlichkeit für eine Fortdauer des nasskalten Übergangswetters im ersten April-Drittel ist relativ hoch, wobei einzelne Tage mit Temperaturen von über +10 Grad dabei nicht auszuschließen sind. Frühlingshaft ist aber was anderes. Wann kommt den nun der Frühling mit Temperaturen jenseits der +15 Grad? Davon ist in den aktuellen Simulationen der Wettermodelle nicht einmal Ansatzweise was zu sehen, so zeigen z.B. die Kontrollläufe zum 9. April ein Temperaturspektrum von +3/+13 Grad. Das Langfristmodell zeigt in seiner Wetterprognose den Trend zu einem leicht zu milden Süden und einem leicht zu kalten Norden - der überwiegende Teil fällt demnach normal temperiert aus. In der Niederschlagssimulation zeigt sich der Trend von einem leicht zu trockenem Norden und etwas zu nassen Süden.

Wetter im Frühling 2013 - Wettertrend vom 26. März

Die Wahrscheinlichkeit für nur mäßig warmes Wetter ist nach den heutigen Simulationen der Wettermodelle für die ersten 5 Apriltage (38%) relativ hoch. Darüber hinaus zeigen die Konstellationen der Wettersysteme bis zum 10. April - für alle die auf den Frühling warten - nur wenig Grund zur Freude. Dieses Grönlandhoch "wabert" von Grönland nach England, über Skandinavien und wieder zurück auf den Atlantik. Anders ausgedrückt ist eine sich normalisierende Zirkulation vorerst nicht in Sicht. Sicherlich ist auch bei einer gestörten Zirkulation warmes Wetter möglich, jedoch sind die Kontinentalluftmassen recht ausgekühlt, so dass der Wärmeenergiebedarf für Temperaturen jenseits der +15 Grad recht hoch ist. Und derzeit ist kein wesentlicher Wetterumschwung zu erwarten, so dass der Wettertrend bis zum 10. April im Verhältnis von zu kalt, normal bis zu warm in etwa bei 34%, 40% zu 26% liegt. Immerhin zeigt das Langfristmodell für den April im Süden leicht zu milde Temperaturen gegenüber dem langjährigen Mittel, in der Mitte normale Werte, während der Norden auch leicht zu kalt ausfallen kann. In der Niederschlagssimulation gibt es die Tendenz von einem zu trockenen Norden und einen zu nassen Süden. Im Grunde spricht dieses Szenario für ein Hochdrucksystem bei Skandinavien, bei dem die Tiefdrucksysteme mit milderen Temperaturen über das Mittelmeer ziehen und dabei noch den Süden beeinflussen können.

Das Wetter-Jahr 2022 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2022 +2,8 +3,3 +1,9 55,3 l/m² - etwas zu trocken
Februar 2022 +4,5 +4,1 +3,0 84 l/m² - zu nass
März 2022 +5,1 +1,6 +0,5 14,4 l/m² - extrem zu trocken
April 2022 +7,8 +0,4 -1,2 55 l/m² - leicht zu trocken
Mai 2021 +10,4 -1,4 -2,4 96 l/m² - zu nass
Juni 2021 +18,6 +3,6 +2,6 94 l/m² - etwas zu nass
Juli 2021 +18,4 +1,4 +0,0 103 l/m² - zu nass
August 2021 +16,5 -0,06 -1,4 102 l/m² - zu nass
September 2021 +15,2 +1,8 +1,3 36 l/m² - zu trocken
Oktober 2021 +9,65 +0,6 +0,2 46 l/m² - zu trocken
November 2021 +4,9 +0,9 +0,1 48,9 l/m² - zu trocken
Dezember 2021 +2,6 +1,8 +0,8 62 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2022 +5,0 +2,4 +1,1 208,7 l/m² - zu trocken
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