Als unsicher ist die Wetterprognose für das Wetter an Weihnachten derzeitig zu bezeichnen. Der Grund sind unterschiedliche Interpretationen der Wettermodelle über das Weihnachtswetter, welche zwischen nasskalt und unbeständig und mild/trocken hin und her schwanken. Ein Wintereinbruch mit Schneefall bis in tiefere Lagen ist aber bei beiden Wettermodellen über Weihnachten weniger wahrscheinlich. Dafür ist die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik einfach zu hoch, als dass sich eine Kälteperiode einstellen könnte.

Sehr viele Anfragen erhalten wir derzeit, wie sich das Wetter denn zwischen den Tagen entwickeln wird - wollen doch viele nach Weihnachten in den Skiurlaub fahren. Und schaut man auf die aktuelle Schneelage, so sieht es in Höhenlagen zwischen 1.000-2.000 Meter eher schlecht aus - erst oberhalb der 2.000 Meter Marke erkennt man vor allem in den Gletscherregionen eine annehmbare Schneehöhe.

Das amerikanische Wettermodell berechnete heute Morgen im Zeitraum vom 27./31. Dezember eine milde bis warme Südwestwetterlage, bei der das Wetter über Deutschland, Österreich und der Schweiz weiterhin von hohem Luftdruck dominiert werden kann. Die Höhentemperaturen in knapp 1.500 Meter Höhe würden demnach im Bereich zwischen +8/+12 Grad liegen können (+7/+13 Grad in tieferen Lagen) - was winterliche Aussichten bis zum Jahresende weniger wahrscheinlich macht.

Anders die Berechnungen des europäischen Wettermodells, was in seinen Berechnungen von heute Morgen die Schneesituation über und auch nach Weihnachten anders gestalten könnte. Demnach setzt sich die atlantische Frontalzone bis über Skandinavien durch, so dass das Strömungsmuster aus westlichen Richtungen erfolgen kann. So steigt die Niederschlagsneigung bei gleichzeitiger Zunahme von Wind an und bei Höhentemperaturen in 1.500 Meter Höhe von -5/+2 Grad schwankt die Schneefallgrenze zwischen 600-1.300 Meter, was die Schneelage in höher gelegen Skigebieten verbessern könnte - allerdings zu dem Preis, dass das Wetter eben "ungemütlicher" wird.

In der Simulation von heute Nachmittag geht das amerikanische Wettermodell in die Richtung der Prognose des europäischen Wettermodells, was den Wettercharakter zwischen Weihnachten und Silvester unbeständiger und mit Tageswerten zwischen +2/+7 Grad auch etwas kühler berechnet. Aber in Summe weiterhin unwinterlich, wenngleich die Optionen auf Schnee ab ca. 1.000-1.500 Meter ansteigen.

Und an Silvester, Sturm und Regen, oder Hochdruck und Frost? Die aktuellen Berechnungen simulieren tagsüber positive Werte zwischen +0/+7 Grad bei einer schwachen Niederschlagsneigung. In der Silvesternacht dann ruhiges und trockenes Wetter bei Werten um den Gefrierpunkt. Das wird sich in den kommenden Stunden und Tagen noch mehrmals ändern, so lange nicht klar ist, welche Großwetterlage sich um und nach Weihnachten einstellen wird. Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 18:00 Uhr in einer neuen Wetterprognose Winter, dann u.a. auch was das Langfristmodell für den Januar berechnet und wie es um den Polarwirbel bestellt ist.

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