Allen voran simuliert das amerikanische Wettermodell heute weiterhin die Möglichkeit der Umstellung der Großwetterlage im Zeitraum zwischen Weihnachten und Silvester (s. aktuelle Wetterprognose Dezember). Entscheidend ob das so kommen mag oder nicht ist der Aufbau von hohem Luftdruck über dem skandinavischen Raum und dessen letztliche Position.

Somit schwinden die Optionen von stürmischen Varianten für das Wetter an Silvester. Stattdessen simuliert das amerikanische Wettermodell eine langsame aber stetige Zufuhr kalter Luftmassen aus nordöstlichen Richtungen. Gleichzeitig wird die atlantische Frontalzone blockiert und muss sich alternative Wege in Richtung Osten suchen. Das gelingt auf einer südlicheren Zugbahn zum 31. Dezember und führen auf der Vorderseite noch einmal warme Luftmassen nach Deutschland. In Folge daraus kann es mit +7/+12 Grad nochmals richtig mild werden, allerdings können sich mit Tageshöchstwerten zwischen +0/+5 Grad über dem Nordosten sich schon die kühleren Luftmassen bemerkbar machen. Niederschläge sind nach dieser Simulation zu Silvester nicht auszuschließen und könnten über dem Nordosten auch in Schnee übergehen. Spannender wird der weitere Verlauf, da tagsüber die kalte Luft weiter in Richtung Südwesten strebt und es möglicherweise zu einer Grenzwetterlage zu Silvester führen kann. Mit teils kräftigen Niederschlägen sinken in der Silvesternacht die Temperaturen über den östlichen Landesteilen auf bis -3 Grad ab, während über dem Westen und Südwesten noch +3/+7 Grad vorherrschend sein können. Die Niederschläge würden über dem Westen zumeist als Regen und über dem Osten als Schnee niedergehen können.

Etwas anders ist die Simulation des europäischen Wettermodells für das Wetter zu Silvester. Nach dessen Berechnungen lässt sich das Hochdrucksystem Skandinavien weit nach Osten ab drängen, so dass Deutschland auf der milden bis warmen Vorderseite der atlantischen Frontalzone bleibt. Die Tageshöchstwerte würden bei einem leicht unbeständigen Wettercharakter zwischen +8/+14 Grad liegen können.

Man sieht schon allein an den unterschiedlichen Berechnungen der Wettermodelle, wie ausschlaggebend die Hochdruckposition für mildes oder kaltes Wetter sein kann. Betrachtet man die Kontrollläufe, so zeigt sich durchaus eine Zunahme an kühleren Varianten, wenngleich die milden Varianten noch überwiegen. So liegt das mögliche Temperaturspektrum am 31. Dezember zwischen -5/+15 Grad bei einem Mittelwert von +3/+4 Grad über dem Süden und Osten und +4/+5 Grad über dem Norden und Westen. Zum Vergleich: aktuell liegt der Mittelwert zwischen +10/+13 Grad - insofern ist das ein Temperaturtrend in die normale Richtung. Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 17:00 Uhr in einer neuen Winterprognose 2015/16.

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