Das Wetter bietet im Verlauf dem kommenden Woche so ziemlich alles auf, was an Wetter möglich sein kann. Von Wind über Starkwind bis hin zu orkanartigen Windböen, welche von teils kräftigen Niederschlägen begleitet werden können und zwischendurch sind auch immer wieder einmal kurze sonnige Abschnitte möglich, bevor zum Freitag ein markanter Frontendurchgang in der Höhe kältere Luftmassen nach Deutschland führen kann, so dass die Niederschläge teils bis in tiefere Lagen als Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer übergehen können - örtliche Gewitter sind dabei nicht auszuschließen. In den letzten Winter-Tagen zeigt sich dann mit höherer Wahrscheinlichkeit eine Wetterberuhigung bei einer ansteigenden Temperaturtendenz (s. Wettervorhersage Winter).

Die Wetterberuhigung Ende Februar kann von einem Hochdrucksystem ausgehen, welches sich zunächst über Mitteleuropa, später aber über das östliche Europa verlagern kann. Deutschland, Österreich und die Schweiz können somit auf die relativ milde Vorderseite der herannahenden Tiefdrucksysteme vom Atlantik her gelangen. Auffällig ist in den Simulationen der Wettermodelle die zunehmende Schwankung entlang der Polarfront, welche für die fortschreitende Jahreszeit nicht unüblich ist. Betrachtet man die Berechnungen des Polarwirbels, so zeigt sich zunehmend die Ausbreitung von hohem Luftdruck über der Polarregion, was Hochdruckeinschübe aus unterschiedlichen Richtungen ermöglichen kann. Das stärkt wiederum die Wellenbewegung entlang der Polarfront, führt aber gleichermaßen dazu, dass der Wettertrend Anfang März im unsicheren Bereich bleibt.

Welche Wetterentwicklungen wären Anfang März möglich? Das kommt ganz auf die Ausgestaltung des Polarwirbels an. Nach den gängigsten Varianten aber zeigt sich die Verschiebung des aktiven Teil des Polarwirbels in Richtung Kanada/Grönland, was die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik auf einen hohen Niveau halten kann. Strebt aber das Azorenhoch - wie in der Grafik gezeigt - westlich von Mitteleuropa nach Norden auf, so könnten Deutschland, Österreich und die Schweiz auf die kalte Rückseite gelangen. Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer wären demzufolge Anfang März noch möglich.

In einer zweiten Variante zeigt sich der Durchbruch der Hochdruckbrücke von den Aleuten bis über Sibirien östlich von Europa, so dass Deutschland, Österreich und die Schweiz auf eine südliche bis südwestliches Zirkulationsmuster gelangen können und der Frühling wäre in diesem Fall nicht mehr weit entfernt.

In der dritten Variante liegt das Hochdrucksystem Anfang März direkt über Mitteleuropa und könnte für einen ruhigen, milden und trockenen Start in den März verantwortlich sein.

Welche der Varianten ist Anfang März wahrscheinlicher? Die Kontrollläufe stützen ein breites Entwicklungsspektrum. So weisen die Temperaturen in ca. 1.500 Meter Höhe Anfang März mit -9/+9 Grad eine Differenz von bis zu 18 Grad aus - zum Vergleich: für eine Wettervorhersage wäre eine Differenz von 2 bis 4 Grad und für eine Wetterprognose von 2 bis 6 Grad wünschenswert. Der Mittelwert schwankt um die 0 Grad Grenze und liegt mit knapp 2 bis 3 Grad über dem langjährigen Mittelwert. Das Temperaturspektrum liegt am 1. März zwischen +0/+16 Grad (Mittelwert: +7/+9 Grad) und am 4. März zwischen 0/+13 Grad (Mittelwert: +6/+8 Grad). Typisches Übergangswetter zwischen Winter und Frühling ist zum heutigen Stand für Anfang März die wahrscheinlichere Variante.

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