Die nasskalte Witterung bleibt über das Wochenende und auch noch zum Start in die kommende Woche erhalten, so dass sich bei einer schwankenden Schneefallgrenze um die mittleren Lagen herum eine dünne Schneedecke ausbilden kann (Schneeprognose). Geht es nach den aktuellen Simulationen der Wettermodelle, so lässt am Montag und Dienstag die Schauerneigung nach und die Sonne kann des Öfteren zum Vorschein kommen - die Temperaturen bleiben aber nahzu unverändert (Details s. Wettervorhersage März).

Gab es in den letzten Tagen einen Trend zu einer langsamen Erwärmung zum zweiten März-Drittel, so wird auch dieser heute noch mit simuliert - aber so wie es auch wärmere Varianten gibt, sind gleichermaßen auch kältere Varianten zu beobachten. Im Detail simuliert das amerikanische Wettermodell bis zum 10./11. März die Trogwetterlage über Mitteleuropa, so dass mit frühlingshaften Temperaturen jenseits der +13/+14 Grad nicht zu rechnen ist. Erst im weiteren Verlauf kommt etwas mehr Bewegung in die Zirkulationsstruktur, bei der sich das Azorenhoch kurzzeitig bis zum 15. März abflachen und den Weg für die atlantische Frontalzone frei machen kann. In Folge daraus würde der Wettercharakter im Zeitraum 13./15. März wieder unbeständiger, aber auch milder werden können, bevor zum 16./17. März das Azorenhoch über dem Atlantik erneut nach Norden aufkeilen kann. Das Verhaltensmuster ist typisch für eine Wiederholungsneigung, bei der das gültige Muster kurz unterbrochen wird, bevor es sich neuerlich positioniert und das Wetter beeinflussen kann. Anders formuliert sind frühlingshafte Temperaturwerte im zweiten März-Drittel nach dieser Simulation grundsätzlich nicht auszuschließen, jedoch meist von kurzer Dauer. Das Zirkulationsmuster hat dabei eine überwiegend nordwestliche, teils auch westliche Struktur.

Das europäische Wettermodell simuliert einen ganz ähnlichen Ansatz, bei dem jedoch der Warmluftschub zum 12./14. März etwas kräftiger und unter Umständen auch nachhaltiger ausfallen kann. Warum? Ein Kaltluftzustrom über dem östlichen Kanada in Richtung Neufundland sorgt für eine Troginitialisierung in Richtung Azoren, so dass das Azorenhoch nach Osten ausweichen muss und über Deutschland. Österreich und der Schweiz eine südwestlich orientierte Zirkulationsstruktur herbeiführen kann (mild, etwas wechselhaft).

Wie stehen die Chancen auf frühlingshafte Temperaturen im zweiten März-Drittel? Die Kontrollläufe weisen im Zeitraum zwischen dem 10./15. März eine leicht positive Temperaturentwicklung aus, welche jedoch mit Frühling nicht gleichzusetzen ist - vielmehr pendeln die Tageswerte um den für die Jahreszeit-typischen Wert. Im Verhältnis der Kontrollläufe von zu kalt (<+2) / normal (+3/+8) / zu warm (>+9), zeigt sich am 10. März mit 10/75/15 und am 17. März mit 20/50/30 eine Bestätigung der nasskalten, wenig frühlingshaften Wetterlage. Betrachtet man die Wahrscheinlichkeiten für die frühlingshaften Wetterentwicklungen, so liegen diese demnach am 17. März bei knapp 15 Prozent. Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 17:00 Uhr in einem weiteren Wettertrend zum Osterwetter.

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