Der meteorologische Frühlingsbeginn war am 1. März und brachte in den ersten März-Tagen örtlich mehr Schnee als in den Wintermonaten Dezember und Februar. Betrachtet man den aktuellen Temperaturmittelwert , so sind mit -0,91 Grad die ersten beiden März-Drittel gegenüber dem langjährigen Mittelwert leicht zu kalt ausgefallen. Das ist - rückblickend auf die zu warmen Monate von November bis Februar - bemerkenswert.

Das ändert sich nun wohl aber über Ostern. Die aktuellen Simulationen der Wettermodelle bestätigen den Wettertrend der letzten Tage für einen deutlich positiven Temperaturverlauf von Karfreitag bis Ostermontag (s. aktuelle Wettervorhersage Ostern), so dass der März mit seinem Temperaturmittelwert noch normal, und unter Umständen auch leicht zu warm ausfallen könnte. Der kalendarische Frühlingsbeginn ist übrigens heute - am 20. März 2016 und der heutige Tag ist genauso lang, wie die Nacht (Tag- und Nacht-Gleiche).

Der Grund für den "Warmluftschub" über Ostern ist ein ausgeprägtes Vorderseitenwetter eines Tiefdrucksystems zwischen Island und Skandinavien - insofern ist die Frage über die Fortdauer der frühlingshaften Temperaturen nach Ostern durchaus berechtigt. Geht es nach der Simulation des amerikanischen Wettermodells, so festigt das Hochdrucksystem im Zeitraum vom 28. März/4. April seine Position zwischen der Mittelmeerregion und dem östlichen Europa, so dass Deutschland, Österreich und auch die Schweiz im Bereich der vorderseitigen Warmluftzufuhr verbleiben kann.

Anders hingegen die Simulation des europäischen Wettermodells, welchen den Aufbau von hohen Luftdruck über den Azoren in Richtung Neufundland begünstigt und auch über dem westlichen Russland zeigt sich ein Hochdrucksystem. Zwischen beiden Systemen entsteht zum 30. März eine "Lücke" über Mitteleuropa, in welche die Tiefdrucksysteme vordringen können. Demnach ist im Zeitraum nach Ostern eher mit wechselhaften und mäßig milden Wetter zu rechnen.

Noch ist also die Nachhaltigkeit des Frühlings in Frage gestellt, sollte aber Anfang April auch wenig überraschend sein. Die Kontrollläufe stützen mit einem "Temperaturüberschuss" von rund +2/+4 Grad einen zu milden Temperaturverlauf gegenüber dem langjährigen Mittelwert bis zum 4. April. Betrachtet man die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+7) / normal (+8/+13) / zu warm (>+14), so liegen diese am 30. März bei 5/55/40 und am 4. April bei 5/40/55 und bestätigen mit höherer Wahrscheinlichkeit einen normalen bis zu warmen Temperaturtrend. Anders formuliert wäre demnach ein Rückfall in zu kalte Temperaturverhältnisse wenig wahrscheinlich, wenngleich der April bekanntlich macht, was er will…

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