Frühlings-, bzw. vorfrühlingshafte Temperaturen sind in den kommenden Tagen bis zur Wochenmitte in Deutschland zu erwarten - unter "günstigen" Voraussetzungen sind im Südwesten auch Temperaturwerte über +20 Grad möglich - das soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass sonst verbreitet +11/+16 Grad zu erwarten sind. Der Grund für diesen "Wärmeschub" ist eine Drehung der Achse des Hochdrucksystems bei Skandinavien auf eine Südost-Nordwest Achse, so dass aus südöstlichen Richtungen die warmen Luftmassen nach Deutschland geführt werden können. Insbesondere im Süden kann mit einen Tief auf der Alpensüdseite der Föhneffekt für die höheren Temperaturwerte verantwortlich sein. Zur Wochenmitte dreht voraussichtlich der Wind auf nördliche Richtungen und der Föhneffekt im Süden kann in sich zusammenbrechen. Gleichzeitig gerät das Hoch bei Skandinavien unter "massiven Druck" und weicht nach Westen und Osten aus, so dass im Westen das Azorenhoch und im Osten das Kontinentalhoch liegt. Das Azorenhoch übernimmt dabei eine Hauptrolle für die weitere Wetterentwicklung über Mitteleuropa ein. Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so stellt sich das Azorenhoch im Zeitraum 18./22. März über England relativ steil auf, so dass Deutschland im östlichen Nord-Süd Gradienten des Hochdrucksystems liegen kann. Gleichzeitig kann sich über dem skandinavischen Raum tiefer Luftdruck positionieren und im Verbund mit einem über dem Mittelmeerraum liegenden Mittelmeertief relativ kühle Luftmassen nach Deutschland führen. Wechselhaftes Wetter bei kühlen bis nasskalten Temperaturen zwischen +2/+7 Grad wären die Folge daraus. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so ist die zu Grunde liegende Großwetterlage eine ähnliche, jedoch sind die Positionen zueinander anders angeordnet. Die südlichen Landesteile von Deutschland würde demnach noch länger (21. März) in der südöstlichen - und damit wärmeren - Strömungskomponente verbleiben können, während sich im Norden kühlere Luftmassen bemerkbar machen können. Allerdings hat das wiederum zur Folge, dass sich das Hochdrucksystem auf dem Atlantik etwas weiter nach Norden in Richtung Grönland ausweiten kann und sich über dem europäischen Nordmeer, bzw. Skandinavien richtig kalte Luftmassen ansammeln und im Zeitraum 21./25. März durchaus nach Süden ausbrechen können. Sollte das der Fall sein, so können mit Höhentemperaturen von teils unter -10 Grad die bodennahem Temperaturwerte auf -3/+5 Grad absinken. Insbesondere ab den mittleren Lagen sind demnach winterlichen Verhältnissen nicht auszuschließen. Der Trend zu einer einem kühleren Witterungsphase im letzten März-Drittel zeichnete sich bereits in den letzten Tagen ab - wie wahrscheinlich ist dieser mittlerweile? Die Kontrollläufe stützen mit ihrem Mittelwert eine Normalisierungstendenz der Temperaturen im letzten März-Drittel, wobei der Zeitraum zwischen dem 20./25. März auch leicht zu kalt ausfallen kann. So liegt das Temperaturspektrum am 22. März zwischen -3/+16 Grad (Mittelwert: +5/+7 Grad) und am 27. März zwischen +5/+14 Grad (Mittelwert: +7/+9 Grad). Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+4) / normal (+5/+10) / zu warm (>+10) liegen am 22. März bei 35/50/15 und am 27. März bei 30/45/25. Was sich daraus alles für Möglichkeiten für das Wetter an Ostern entwickeln können klären wir gegen 17:00 Uhr in einer Aktualisierung des Witterungstrends für das Osterwetter.

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