Den Start in die kommende Woche kann man in der Westhälfte mit Temperaturen zwischen +10/15 Grad durchaus als vorfrühlingshaft bezeichnen. Das wird sich nach den gängigsten Varianten der Wettermodelle im Zeitraum zwischen dem 18./20. März wieder ändern. Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so kann sich das Hochdrucksystem bei Skandinavien nicht behaupten. Zunächst entsteht über Mitteleuropa eine labile Hochdruckbrücke zwischen dem Azoren-, Skandinavien- und Kontinentalhoch, welche am 19./20. März durch Tiefdrucksysteme unterbunden werden und sich bei England ein autarkes Hochdrucksystem ausbilden kann. Deutschland liegt nach dieser Berechnung auf dem östlichen Strömungsgradienten des Hochdrucksystems, so dass von Norden her zunehmend kühlere (nicht kalte) Luftmassen nach Deutschland gelangen können. In Folge daraus bleibt der Wettercharakter bis zum 21. März überwiegend trocken und die Temperaturen können sich zwischen +6/+11 Grad einpendeln. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so ist die Positionierung der Systeme zueinander ähnlich der des amerikanischen Wettermodells. Allerdings mit einem bedeutsamen Unterschied: das Hoch stabilisiert sich nicht bei England, sondern weiter im Westen, so dass den Tiefdrucksystemen aus dem Norden mehr Entwicklungsspielraum bleibt. In Folge daraus bleibt es auch nach dem europäischen Wettermodell bis zum 20. März noch vielfach trocken und mit Tageswerten zwischen +8/+12 Grad mäßig warm. Ab dem 20./21. März greifen aus nördlichen Richtungen Tiefdrucksysteme nach Mitteleuropa über und können bis zum 23. März für einen wechselhaften und relativ kühlen, teils auch nasskalten Temperaturcharakter sorgen - Schneefall ab den mittleren Lagen (500-800 Meter) wäre demnach nicht auszuschließen. Nasskalt, kühl oder mild - was ist im Zeitraum zwischen dem 20./25. März wahrscheinlicher? Die Kontrollläufe sind sich mehrheitlich einig - so liegt der Mittelwert der jeweiligen Temperaturprognosen im Bereich der Jahreszeit-typischen Werte, was in etwa Tageswerte zwischen +7/+10 Grad entspricht. Im Detail ist zum heutigen Stand die Wetterentwicklung im letzten März-Drittel noch als komplex zu betrachten, da die "Hauptrolle" dem Hochdrucksystem zugesteht und dessen Position im Wesentlichen für kalte oder milde Temperaturen verantwortlich ist. Das Langfristmodell simuliert für das Wetter im April und Mai einen weitgehend normalen Verlauf. So liegt die Temperaturabweichung mit -0,5/+0,5 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert im normalen Bereich und auch die Niederschlagserwartung ist zum heutigen Stand als normal, im Trend auch als leicht positiv zu bewerten.

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