Das Skandinavienhoch kann sich mit hoher Wahrscheinlichkeit noch bis zum 17./18. März behaupten, so dass der frische Ostwind für ruhiges und je nach Sonnenscheindauer für milde oder auch frische Temperaturen sorgen kann. Im Zeitraum zwischen dem 17./19. März deutet sich in der Simulation der Wettermodelle eine Umstrukturierung des Zirkulationsmusters an. Zunächst einmal gelingt es dem Skandinavienhoch eine eher labile Hochdruckbrücke über Mitteleuropa zwischen dem Azoren- und Kontinentalhoch aufzubauen. So bleibt der Wettercharakter zwischen dem 17./20. März weitgehend trocken und die Temperaturen können sich nach teils frostigen Nächten auf Werte um die +10 Grad Marke einpendeln. Spannend bleibt die Wetterentwicklung im letzten März-Drittel. Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so sind gleich vier Wettersysteme für die Wetterentwicklung entscheidend. Die Hauptrolle spielt dabei das Skandinavienhoch, welches die Hochdruckbrücke Mitteleuropa auflöst und sich weiter nach Westen verlagert und auf dem Atlantik eine blockierende Position einnehmen kann. Gleichzeitig entsteht bei Neufundland ein relativ kräftiges Tiefdrucksystem, welches die "völlige" Blockade des Hochdrucksystems unterbinden möchte. Über dem westlichen Mittelmeerraum liegt ein schwachgradientiges Tiefdrucksystem, welches unterstützend auf die Blockadehaltung des Hochdrucksystems einwirken kann, während über dem skandinavischen Raum ein Tiefdrucksystem im Verbund der anderes Systeme versucht, die kalten Luftmassen arktischen Ursprungs mit einem Trog Mitteleuropa nach Süden zu führen. Das hört sich nicht nur komplex an, sondern ist auch komplex, da geringe Veränderungen der Positionen zueinander andere Wetterbedingungen zur Folge haben können. Sollte dieses Szenario tatsächlich so eintreten, wäre eine kühle bis nasskalte Witterungsphase im Zeitraum 20./24. März nicht die unwahrscheinlichste Variante. In einer weiteren Abwandlung der Simulation des amerikanischen Wettermodells könnte die Blockadehaltung des Hochdrucksystems über dem Atlantik "zusammenbrechen" und sich in weiterer Abfolge eine mäßig milde, wechselhafte und windige Westwindzirkulation einstellen. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so ist die Konstellation der Systeme zueinander ähnlich der des amerikanischen Wettermodells, jedoch ist die Blockadewirkung des Hochdrucksystems auf dem Atlantik im Zeitraum 20./23. März stärker ausgeprägt und reicht bis nach Grönland. Die kühlen Luftmassen können durch das meridionale Strömungsmuster über Mitteleuropa bis an die Alpen vordringen, so dass der Temperaturcharakter etwas kühler ausfallen kann. Darüber hinaus deutet sich in Ansätzen auch nach dem europäischen Wettermodell eine auflebende Westwindzirkulation an. Zusammenfassend zeigt sich eine höhere Wahrscheinlichkeit für einen kühlen Wetterabschnitt zwischen dem 19./23. März ab, welcher im Anschluss von einer teils windigen und wechselhaften Westwetterlage abgelöst werden könnte. Die Kontrollläufe simulieren im letzten März-Drittel eine auflebende Niederschlagserwartung, wobei der Temperaturmittelwert der einzelnen Varianten Jahreszeiten-typisch ist. So liegt das Temperaturspektrum am 20. März zwischen +2/+15 Grad (Mittelwert: +7/+8 Grad) und am 25. März zwischen +1/+16 Grad (Mittelwert: +6/+8 Grad). Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+4) / normal (+5/+10) / zu warm (>+10) liegen am 20. März bei 30/30/40 und am 27. März bei 25/50/25.

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