In der Wetterprognose für die ersten März-Tage haben wir über eine Auffälligkeit beider Wettermodelle berichtet, welche die Strömungs-, bzw. Gradientenlinien zueinander zunehmend mäandrieren lassen. Was bedeutet das? Vereinfacht ausgedrückt stellt sich "etwas" um, was das Zirkulationsmuster durcheinander bringen kann. Was stellt sich denn um? Zunächst einmal stellt sich der Sonnenstand um, so dass mit zunehmend steigenden Sonnenstand die Landmassen schneller als die Wassermassen erwärmt werden können. Das hat sehr häufig turbulente Wetterentwicklungen zur Folge, welcher zwar auch schon im März auftreten können, aber eher für den April typischer sind. Blickt man auf die Simulationen des Polarwirbels, so erkennt man für Anfang März ein gen Pol strebendes Hochdrucksystem über den Aleuten und "strömt", bzw. nimmt Kontakt mit dem sibirischen Hochdrucksystem auf, welches sich in weiterer Abfolge verstärken kann. Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so erstreckt sich das Kontinentalhoch zum 6. März zwischen Alaska, Sibirien bis über das östliche Europa und versucht hierbei eine Hochdruckbrücke zum Azorenhoch aufzubauen. Spielt man diese Simulation etwas weiter, so wäre ein Skandinavienhoch noch im ersten März-Drittel nicht unwahrscheinlich, welches das "normale" Zirkulationsmuster West-Ost durcheinander bringen, bzw. stören kann. Was wäre die Folge daraus? Der Wind würde bei einem Eintreten aus nordöstlichen bis östlichen Richtungen kommen, so dass die Tageswerte mit +3/+10 Grad nicht gerade als frühlingshaft zu bezeichnen wären. In einigen Varianten der Kontrollläufe sind auch noch "kalte Ausreißer" zu sehen, welche auch Schneeoptionen in Form von Schneeschauern ermöglichen könnten. Wie ist der Trend - frühlingshaft, nasskalt oder gar noch einmal winterlich? Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-0) / normal (0/+8) / zu warm (>+8) liegen bspw. am 7. März bei 5/50/45 und zeigen im Trend nur wenig Wahrscheinlichkeiten für einen Wintereinbruch. Das Langfristmodell simuliert für das Wetter im März einen leicht zu warmen bis normalen Temperaturverlauf gegenüber dem langjährigen Mittelwert mit einer deutlich negativen Niederschlagserwartung. Möchte man das Interpretieren, so geht das Langfristmodell im März von einer überwiegenden Hochdruckdominanz über Mitteleuropa, bzw. Deutschland aus. Der April und Mai zeigt sich in der Temperaturentwicklung normal, der Mai im Trend auch leicht zu kühl bei einer leicht erhöhten Niederschlagsneigung, welche im April noch als normal zu bezeichnen ist. Summiert man die Frühlingsmonate auf, so ist nach dem Langfristmodell - zum heutigen Stand - ein ganz normaler Temperatur- und Niederschlagsverlauf im Frühling zu erwarten.

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