Bei durchaus frühlingshaften Temperaturwerten zeigt sich bis zum kommenden Freitag ein wechselhafter Wettercharakter, welcher durch zahlreiche Schauer und auch Gewittern geprägt ist. Die Schauer können örtlich kräftiger und auch länger andauernd ausfallen. So liegt der simulierte Niederschlagsschwerpunkt bis einschließlich Freitagabend mit 20-40 l/m² entlang einer Linie zwischen Schwarzwald - Berlin und entlang der Alpen - in Staulagen können örtlich bis 60 l/m² erwartet werden. Sonst liegen die Niederschlagssummen zumeist zwischen 7-15 l/m² und können örtlich bis 20 l/m² erreichen (Wetter April).

Der Zeitraum zwischen dem 16./20. April wird nach den aktuellen Simulationen der Wettermodelle durch eine komplexe Wetterentwicklung geprägt, wie sie es das europäische Wettermodell schon seit ein paar Tagen simuliert und das amerikanische Wettermodell nun mit einer ähnlichen Variante unterstützt. Dabei bleibt das Tiefdrucksystem zwischen den Azoren, England und Portugal/Spanien stationär und verlagert sich nicht weiter nach Osten, bzw. nach Nordosten in Richtung Skandinavien. Stattdessen kann sich zwischen den Tiefdrucksystemen eine Lücke ausbilden, in welche das Hochdrucksystem vom Mittelmeer aus einen Hochdruckkeil "dazwischen schieben" kann. So könnte zum 18. April über England ein neuerlicher Hochdruckkern entstehen, bei dem Deutschland, Österreich und die Schweiz auf der östlichen Seite der Hochdruckgradienten liegen kann. Sollte diese Variante tatsächlich so eintreten, so wäre im Zeitraum zwischen dem 17./25. April mit relativ kühlem Wetter zu rechnen.

Wie kühl? Der Mittelwert der Höhentemperaturen (ca. 1.500 Meter) liegt bspw. am 23. April zwischen -1/-4 Grad und könnte unter bestimmten Voraussetzungen nochmals für Schneeschauer bis in tiefere Lagen verantwortlich sein. Nachtfrost wäre demnach ebenfalls nicht auszuschließen. Wie wahrscheinlich ist dieses Entwicklungsszenario? Es hat sich in den letzten Tagen schon angedeutet und bestätigt sich heute erneut, so dass die Wahrscheinlichkeit für solch eine Wetterlage weiter zunimmt.

Die Kontrollläufe stützen im Zeitraum 17./20. April den sich normalisierenden Temperaturtrend und zeigt darüber hinaus eine - gegenüber dem langjährigen Mittelwert - leicht zu kühle Temperaturtendenz. So liegt das Temperaturspektrum am 17. April zwischen +7/+22 Grad (Mittelwert: +13/+15 Grad) und am 26. April zwischen +5/+22 Grad (Mittelwert: +12/+13 Grad). Etwas deutlicher zeigt sich die Entwicklung im Verhältnis der Kontrollläufe von zu kalt (<+10) / normal (+11/+16) / zu warm (>+17), welche am 21. April bei 45/40/15 und am 26. April bei 40/30/30 liegen und damit eine höhere Wahrscheinlichkeit für normale/zu kalte als für normale/zu warme Temperaturwerte in Aussicht stellen. Sind solche Kaltluftausbrüche von längerer Dauer? Sie sind - gerade im April - nichts außergewöhnliches und haben meist nur eine kurze Beständigkeit.

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