Der Frühling kommt - zumindest von den Temperaturen - voraussichtlich zum Wochenende und zum Start in die neue Woche zurück. Der Wettercharakter selbst bleibt unbeständig, wobei die höhere Schaueraktivität über dem Westen zu erwarten ist. Das zeigt auch die Simulation der Niederschlagsprognose bis einschließlich Montagabend, welche mit 10-20 l/m² den Schwerpunkt über dem Westen und mit 20-70 l/m² entlang des Alpenrandes simulieren, sonst sind über dem Osten mit 1-7 l/m² deutlich weniger Niederschläge zu erwarten (s. Wetter April).

Im Zeitraum zwischen dem 11./17. April zeigten die Wettermodelle in den letzten Tagen einen vorsichtig positiven Verlauf des Temperaturtrends, welcher heute erneut bestätigt wird. Geht es nach der Berechnung des amerikanischen Wettermodells, so wölbt sich das Azorenhoch nach Norden in Richtung Grönland auf, während gleichzeitig sich im Bereich zwischen den Azoren, Portugal/Spanien und England ein Tiefdrucksystem positionieren kann. Im Verbund beider Systeme werden relativ kühle Luftmassen vom europäischen Nordmeer bis zu den Azoren hinunter und auf der anderen Seite des Tiefdrucksystems sehr warme Luftmassen nach Norden geführt werden können. Zum heutigen Stand gerät auch Deutschland, Österreich und die Schweiz in den Zustrom der Warmluftmassen, so dass die Temperaturen im Zeitraum 11./17. April wieder auf frühlingshafte, örtlich auf früh-sommerliche Temperaturwerte ansteigen können.

Das europäische Wettermodell simuliert die Entwicklung der Großwetterlage ähnlich, jedoch liegt das Tiefdrucksystem etwas östlicher und kommt damit näher an Deutschland, Österreich und die Schweiz heran, so dass in Folge dessen der Wettercharakter unbeständiger und auch nicht ganz so warm sein kann.

Zusammenfassend bestätigt sich der positive Temperaturtrend der letzten Tage im zweiten April-Drittel, aber auch der grundsätzlich wechselhafte Wettercharakter findet seine Bestätigung. Anders formuliert: frühlingshaft ja, aber eine stabile Wetterlage ist zum aktuellen Stand weniger wahrscheinlich. Die Kontrollläufe bestätigen den warmen Temperaturtrend im Zeitraum 11./17. April mehrheitlich. So liegt das Temperaturspektrum am 13. April zwischen +10/+24 Grad (Mittelwert: +18/+20 Grad über dem Osten und Süden und +16/+17 Grad über dem Westen und Norden) und am 17. April zwischen +8/+24 Grad (Mittelwert: +14/+15 Grad).

Die Differenz der Temperaturen wird zum 17. April höher, woran liegt das? Keine Wetterlage hält ewig, so auch die Konstellation aus dem nach Norden aufstrebenden Azorenhoch und dem Tiefdrucksystem östlich davon. Im weiteren Verlauf zeigt sich eine höhere Wahrscheinlichkeit dafür, als dass sich das Tiefdrucksystem im Zeitraum 16./20. April weiter nach Skandinavien verlagern kann. Sollte das der Fall sein, so würde Deutschland allmählich in den Bereich der kühleren Luftmassen gelangen. Die Wettermodelle sind sich über den genauen Ablauf aber noch nicht einig, was zu dieser hohen Differenz führt und für den April absolut typisch ist. Deutlicher zeigt sich die zunehmende Unsicherheit zum Ende des zweiten April-Drittels in den Verhältnissen der Kontrollläufe von zu kalt (<+9) / normal (+10/+15) / zu warm (>+16), welche am 16. April bei 5/30/65 und am 21. April bei 40/30/30 liegen. Die Wahrscheinlichkeiten von Temperaturen über +20 Grad liegen am 16. April bei 45 Prozent und am 21. April bei 5 Prozent.

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