Der Frühling setzt sich in den ersten April-Tagen durch - soweit stimmen die Wettermodelle mit ihren Simulationen überein (s. auch Wettervorhersage April). Der Grund hierfür ist ein Hochdrucksystem, welche sich in den kommenden Tagen vom östlichen Europa bis nach Skandinavien erstreckt und im Verbund mit einem Mittelmeertief sehr warme Luftmassen aus südöstlichen Richtungen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz transportieren kann.

Wie nachhaltig ist die Wetterlage? Das amerikanische Wettermodell simuliert das Hochdrucksystem über Skandinavien noch bis zum 5. April, welches zum 6. April langsam in ein Hochdruckkeil des Azorenhochs übergeht und zum 7. April seinen Einfluss auf das Wetter über Deutschland zunehmend verliert. Gleichzeitig gelingt es der atlantischen Frontalzone sich im Bereich zwischen Island und Skandinavien zu positionieren, so dass im Verbund zwischen dem Azorenhoch und den Tiefdrucksystemen eine nordwestlich bis westliche ausgerichtete Grundströmung im Zeitraum 6./13. April entstehen kann. In Folge daraus würde der Wettercharakter unbeständiger und die Temperaturwerte wieder etwas kühler werden können. Insofern bestätigt die heutige Simulation den Trend der letzten Tage.

Geht es nach den Berechnungen des europäischen Wettermodells, so ist die Wetterentwicklung im Zeitraum 4./8. April etwas komplexer. So ist die Ausgangslage mit einem Hochdrucksystem Skandinavien und dem Azorenhoch recht ähnlich der Simulation des amerikanischen Wettermodells. Jedoch anstatt sich eine Hochdruckbrücke ausbilden kann, besteht zwischen beiden Hochdrucksystemen eine Lücke, in welche die Tiefdrucksysteme vom Atlantik her kommend vorstoßen können. Anders ausgedrückt kann das Hoch über Skandinavien an seinen südlichen Gradienten auch "unterwandert" werden. Die Zugbahn des Tiefdrucksystems ist der einer sog. Vb-Zugbahn zum heutigen Stand recht ähnlich, so dass auf dessen Vorderseite bis zum 8./9. April weiterhin warme, aber auch zunehmend feuchte Luftmassen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz geführt werden können. Sollte diese Variante eintreten, so wären im Zeitraum 6./9. April - vor allem über den südlichen und östlichen Regionen - lang anhaltende und ergiebige Regenfälle zu erwarten.

Zusammenfassend zeigt sich in den heutigen Berechnungen erneut keine nachhaltig stabile Entwicklung beim Frühlingswetter. Die Frage die sich aber stellt: wird es warm oder mäßig mild? Der Trend der letzten Tage zeigte nach den sehr warmen ersten April-Tagen im weiteren Verlauf eine sich normalisierende Temperaturtendenz. Die Kontrollläufe bestätigen dies heute erneut mehrheitlich bei einer mäßig ansteigenden Niederschlagserwartung im Zeitraum 7./13. April. Insofern deutet noch nicht allzu viel auf die mögliche Entwicklung eines Vb-Tiefdrucksystems (Mittelmeertief) hin. Das Temperaturspektrum liegt am 6. April zwischen +5/+23 Grad (Mittelwert: +12/+13 Grad über dem Norden und Osten und +15/+16 Grad über dem Süden und Westen) und am 13. April zwischen +6/+21 Grad (Mittelwert: +12/+13 Grad). Somit bestätigt auch das Temperaturspektrum einen sich normalisierenden Temperaturtrend im Zeitraum 6./13. April.

Das Langfristmodell verändert seine Wetterprognose für April und Mai nur geringfügig, so dass die Abweichung im April mit +0,5/+2 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert im leicht bis zu warmen Bereich und der Mai mit einer Abweichung von -0,5/+0,5 Grad im normalen Bereich liegen kann - lediglich über den südlichen Regionen kann die Abweichung mit -0,5/-1 Grad auch leicht zu kalt ausfallen. Im Niederschlagsverhalten zeigt sich der April normal mit einer Tendenz auch leicht negativ (zu trocken) und der Mai normal mit einer Tendenz leicht positiv auszufallen (zu nass).

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