Der Trend zu wenig frühlingshaften Temperaturen der letzten Tage wird auch in den heutigen Simulationen bestätigt. So lässt im Verlauf der Woche die Niederschlagsneigung nach und der Wind dreht auf östliche Richtungen. So steigt die Neigung zu teils zähen Nebel-, bzw. Hochnebelfelder, welche sich in Richtung Osten und Süden zunehmend schwerfälliger auflösen und zeitweilig auch für geringfügigen Sprüh-, oder Nieselregen sorgen können. Die Temperaturen steigen - je nach Sonnenscheindauer - auf +3/+8 Grad, bzw. auf +6/+12 Grad und in den Nächten ist mit leichten Frost zu rechnen (Details s. Wettervorhersage März).

Im Zeitraum zwischen dem 14./18. März simulieren die Wettermodelle ein Hochdrucksystem, welches sich mit seinem Kern über England bis über Island, Skandinavien und Spanien/Frankreich erstrecken und somit die atlantische Frontalzone blockieren kann. Deutschland, die Schweiz und auch Österreich liegen nach den aktuellen Berechnungen auf der östlichen Seite des Hochdrucksystems und da dies sich "im Uhrzeigersinn" dreht, kommt die Luftanströmung aus nördlichen bis nordöstlichen Richtungen. Somit sind frühlingshafte Temperaturen in diesem Zeitraum weniger wahrscheinlich und können allenfalls örtlich mit länger andauerndem Sonnenschein erreicht werden. Im Detail bleibt abzuwarten, wie sich das Hochdrucksystem positionieren wird. Liegt es wenige hundert Kilometer weiter im Westen, so können Tiefdrucksysteme aus nördlichen Richtungen über Mitteleuropa "abtropfen" und mit einer erhöhten Schauerneigung für einen ähnlichen Wettercharakter wie den aktuellen sorgen. Liegt das Hoch hingegen etwas östlicher, so könnten - je nach Nebelauflösung - auch mildere Temperaturwerte erwartet werden.

Im Zeitraum zwischen dem 18./22. März simuliert das amerikanische Wettermodell eine Abschwächung des Hochdrucksystems über England und führt dies in den Hochdruckbereich zwischen den Azoren und der Mittelmeerregion zurück. In Folge daraus ergibt sich für die atlantische Frontalzone mehr Spielraum, welche im Zeitraum für eine Änderung des Zirkulationsmusters auf westliche bis südwestliche Richtungen sorgen kann. Anders formuliert ist ein leicht positiver Temperaturtrend zum Ende des zweiten und zu Beginn des letzten März-Drittels erkennbar.

Die Kontrollläufe stützen die für die Jahreszeit weitgehend normale Temperaturentwicklung im Zeitraum 14/22. März, wenngleich der Entwicklungsspielraum selbst sehr groß bleibt. So liegen die Unterschiede der Höhentemperaturen (ca. 1.500 Meter) bspw. am 18. März zwischen -10/+7 Grad, was einer Differenz von 17 Grad entspricht. Für genauere Wettervorhersagen wird eine Differenz von 2/4 Grad und für Wetterprognosen eine Differenz von 4/6 Grad benötigt. Insofern fällt der Bereich zwischen dem 16./22. März in die Kategorie des Wettertrends. Warum? Ein nach Norden verschobenes Hoch verhält sich "fluide" und die Positionen verschieben sich von Simulation zu Simulation, wobei wenige Kilometer Verschiebung unterschiedliche Auswirkungen auf die Temperaturen haben können, wenngleich der Wettercharakter weitgehend trocken bleiben kann. Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 17:0 Uhr in einem neuen Witterungstrend für das Wetter an Ostern 2016.

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