Ob sich für das kommende - verlängerte - Wochenende im Zeitraum 1./3. Mai das Zirkulationsmuster über Mitteleuropa meridionalisieren kann, steht zum heutigen stand noch nicht fest, jedoch zeigt sich in den gängigsten Simulationen der Wettermodelle eine höhere Wahrscheinlichkeit für ein wechselhaftes und normal bis leicht zu kühl temperiertes Wochenende. Der Grund für die Unsicherheiten liegt im Positionsverhalten der Wettersysteme zueinander - entscheidend hierbei wird sein, ob sich das Hoch auf dem Atlantik von den Azoren in Richtung Grönland aufwölben kann oder es in einer abflachenden West-Ost Achse einen Hochdruckkeil gen Mitteleuropa entsenden kann. Je nachdem kann daraus eine warme Südwestwetterlage oder eine kühle Nordwest- bis Nordlage entstehen. Wie geht es weiter? Für den Zeitraum 3./7. Mai simuliert das amerikanische Wettermodell eine sich langsam aufbauende Hochdruckstruktur über dem Mittelmeerraum, welche eine Hochdruckachse über das östliche Europa zum Kontinentalhoch über dem westl. Russland initialisieren kann. Im Falle eines Eintreffens dieser Variante wären die Tiefdrucksysteme auf dem Atlantik gezwungen weit nach Süden auszuweichen und würden vor Mitteleuropa blockiert werden. In Folge daraus würde das meridionale Grundmuster erhalten bleiben, Deutschland würde jedoch auf der warmen bis sehr warmen Vorderseite des Trogsystems gelangen, was grundsätzlich einer positiven Temperaturtendenz im Zeitraum 4./7. Mai entspricht. Welche Varianten wären noch möglich? Sollte sich das meridionale Grundmuster zwischen dem 1./3. Mai nicht einstellen können, so wäre eine - teils wechselhafte - Südwestwetterlage am wahrscheinlichsten, bei der im Westen und Nordwesten tendenziell eine höhere Niederschlagsneigung als über dem Südosten zu erwarten wäre - grundsätzlich hat aber auch eine Südwestwetterlage eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für eine ansteigende Temperaturtendenz. In der dritten Variante zeigt sich nach einem kühlen Wochenende eine sich festigende Tiefdruckstruktur über Mitteleuropa, so dass mit einen Tief Mitteleuropa (TM) eine kühle und wechselhafte Tendenz aufrecht erhalten werden kann. Welche der Varianten ist am wahrscheinlichsten? Die Kontrollläufe weisen im Zeitraum 3./7. Mai noch ein breit gestreutes Spektrum an Möglichkeiten auf, wenngleich diese in der Mehrheit einen wechselhafte Grundcharakter aufweisen. Das Temperaturspektrum liegt bspw. am 3. Mai zwischen +3/+21 Grad (Mittelwert: +13/+14 Grad) und am 7. Mai zwischen +6/+24 Grad (Mittelwert: +13/+14 Grad). Der Jahreszeit-typische Temperaturwert entspricht in etwa +14 Grad, so dass die Temperaturtendenz im benannten Zeitraum eine weitgehend normalisierende Tendenz aufweist. Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+12) / normal (+12/+16) / zu warm (>+16) liegen am 6. Mai bei 15/55/30 (gestern: 10/30/60) und bestätigen - zum heutigen Stand - eine höhere Wahrscheinlichkeit für einen normalen bis positiven Temperaturtrend im ersten Mai-Drittel. Das Langfristmodell simuliert für den Mai mit einer Temperaturabweichung von -0,5/+0,5 Grad ein ausgeglichenes Temperaturverhältnis gegenüber dem langjährigen Mittelwert bei einer überwiegend normalen Niederschlagserwartung.

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