Bis zum kommenden Wochenende kann sich der Frühling mit Temperaturen zwischen +15/+20 Grad in ganz Deutschland durchsetzen, bevor sich zum Wochenende voraussichtlich die ersten Störungen aus dem Westen bemerkbar machen können. Im Detail ist die Wetterentwicklung am Samstag und Sonntag noch abzuwarten, jedoch simulieren die Wettermodelle mit einer höheren Wahrscheinlichkeit eine erhöhte Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik, welche am Samstag und Sonntag auch das Wetter über Deutschland beeinflussen können. Insbesondere das amerikanische Wettermodell zeigt in seiner Simulation im Zeitraum zwischen dem 11./14. April einen Abbau des hohen Luftdruck über Mitteleuropa, so dass eine kurzweilige Westwindaktivität mit kühleren Temperaturen und wechselhaften Charakter das Wetter in Deutschland dominieren kann. Das europäische Wettermodell zeigt eine ähnliche Entwicklung, bei der das Hochdrucksystem Mitteleuropa im Zeitraum 12./14. April kurzweilig nach Westen "ausweicht" und somit ein Anströmen kühlerer Luftmassen aus nördlichen bis nordwestlichen Richtungen über Deutschland ermöglicht. In Folge daraus wird auch nach dem europäischen Wettermodell der Wettercharakter im Zeitraum 11./14. April wechselhafter und kühler. Wie wahrscheinlich ist diese "Abkühlung"? Die Kontrollläufe simulieren noch ein breites Spektrum an Möglichkeiten - so liegt das Temperaturspektrum bspw. am 13. April zwischen +5/+21 Grad bei einem Mittelwert von +10/+12 Grad. Vergleicht man den Mittelwert mit dem vom kommenden Samstag von bis zu +19 Grad, so ist die Abkühlung bis zum 13. April eine sehr wahrscheinliche Variante, wenngleich im Vergleich zum Jahreszeit-typischen Wert eher eine Normalisierung der Temperaturen stattfindet. Wie geht es weiter? Im Zeitraum 14./19. April simulieren beide Wettermodelle eine Tiefdruckaktivität über den Azoren, so dass das eigentliche Azorenhoch in einer nördlichen Position verbleiben kann und seinen Einfluss auf Mitteleuropa wieder geltend machen könnte. Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so positioniert sich das Hoch bis zum 17. April über der Mittelmeerregion und im Zusammenspiel mit der Tiefdruckaktivität über den Azoren können sehr warme Luftmassen aus südlichen Richtungen über die Alpen geführt werden. Wie warm? Der simulierte Höhepunkt ist mit Werten von +18/+23 Grad am 18. April erreicht. Wie wahrscheinlich ist diese erneut warme Wetterentwicklung? Der April ist bekannt für seine sprunghaften Wetterentwicklungen und blickt man auf die Kontrollläufe, so ist dieses Entwicklungsszenario nicht unwahrscheinlich, da der Mittelwert der Höhentemperaturen bspw. am 16. April mit +4/+7 Grad über dem vieljährigen Mittelwert liegen kann. Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+7) / normal (+7/+14) / zu warm (>+14) liegen am 13. April bei 30/25/45 und am 18. April bei 15/45/40 und weisen im zweiten April-Drittel eine höhere Wahrscheinlichkeit für einen normalen bis zu warmen Temperaturtrend bei einem zunehmend wechselhaften Grundcharakter ab dem 15. April auf.

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