Schaut man auf die gängigsten Simulationen der Wettermodelle, so bleibt voraussichtlich das Wetter über die Osterfeiertage wechselhaft und kühl, bzw. mäßig mild. Unter Umständen sind auch Schnee-, Schneeregen oder Graupelschauer bis in tiefere Lagen zu erwarten. Der Grund hierfür ist ein sich meridionalisierendes Zirkulationsmuster über Mitteleuropa, bei der ein Hoch über dem Atlantik zwischen England und Island und ein Tiefdrucksystem über dem südöstlichen Skandinavien die Hauptrolle spielen. In Folge daraus können in der Höhe Luftmassen arktischen Ursprungs "angezapft" werden, welche für die kühlen Temperaturverhältnisse über Ostern verantwortlich sein können. Das amerikanische Wettermodell simuliert für den Zeitraum zwischen dem 6./13. April nur eine sehr langsame Positionsverschiebung der Systeme zueinander. So kann sich bis zum 10. April das Hoch zwischen England und Island etwas weiter nach Osten verlagern, was hauptsächlich über den westlichen Landesteilen von Deutschland vermehrten Sonnenschein zur Folge haben kann - allerdings bleibt eine schwache Niederschlagsneigung bis zum 13. April in Form von Schauern wahrscheinlich. Die Temperaturen verbleiben mit Tageswerten um die +10 Grad Marke im mäßig milden bis kühlen Bereich. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so kann sich das Hoch im Westen schneller nach Osten verlagern und mit seinem Kern bereits zum 10. April Deutschland erreichen. In Folge daraus wäre der Wettercharakter gegenüber dem amerikanischen Wettermodell nicht nur trockener, sondern mit einer Temperaturspanne zwischen +10/+15 Grad auch wärmer als wie nach dem amerikanischen Wettermodell. Der Trend zu hohem Luftdruck über Mitteleuropa festigt sich so langsam in den Simulationen beider Wettermodelle, so dass eine mildere Hochdruckphase im zweiten April-Drittel durchaus als wahrscheinlich einzustufen ist. Die Kontrollläufe bestätigen den Hochdrucktrend nur bedingt. Zwar ist auch hier im Zeitraum 7./13. April eine deutlich abnehmende Niederschlagsneigung zu erkennen, jedoch zeigen die Temperaturen - bspw. am 12. April - mit möglichen Werten zwischen +5/+18 Grad (Mittelwert: +11/+13 Grad) noch ein breites Spektrum auf. Anders formuliert bestätigt sich heute im zweiten April-Drittel eine leicht positive Temperaturtendenz, wenngleich die Temperaturen einen eher normalisierenden Trend haben und in etwa dem Temperaturgefüge der Jahreszeit-typischen Werte entspricht. Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+7) / normal (+7/+13) / zu warm (>+13) liegen am 15. April bei 10/30/60 und geben zur Monatsmitte eine zunehmend frühlingshafte Wetterentwicklung vor.

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